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Full text: Jahresbericht 1987

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42. Jahresbericht Deutsches Hydrographisches Institut 1987 
die Azimute der Miren - und damit auch der absolute Wingster Deklinationsstan- 
dard - um 0,1 Bogenminuten nach Westen korrigiert werden müssen. Dieser 
Betrag kann bei der Fortschreibung des säkularen Ganges der Mißweisung ver 
nachlässigt werden. 
Unter Federführung des DHI wurde der Momentanwertvergleich mit 24 europäi 
schen Observatorien fortgesetzt und ausgewertet; die beteüigten Stationen erhiel 
ten die Monatsmittel der Differenzen und eine Übersicht der von den Säkularvaria 
tionen befreiten maximalen Schwankungen dieser Monatsmittel. 
Die Vorarbeiten zum Erdmagnetischen Jahrbuch Nr. 28 des Jahres 1982 wurden 
abgeschlossen. Es wurden - wie schon für das vorangegangene Jahrbuch - die 
auf Magnetband erfaßten Minutenwerte der Variationen des digitalen Registriersy 
stems zur Ableitung der Stundenmittel benutzt. Die Weltdatenzentren erhielten 
ein Magnetband der Minutenwerte und Stundenmittel desselben Jahres. 
Auch für 1987 liegen Minutenwerte der Variationen vor; aus ihnen wurden in 
Wingst vorläufige Tages- und Monatsmittel berechnet und veröffentlicht. Mikro 
filme der analogen Registrierungen der Variationen und Pulsationen wurden den 
Weltdatenzentren zugesandt. Verschiedene Institute erhielten regelmäßig oder 
auf Anforderung Kopien der Magnetogramme. 
Die direkte Übertragung der Wingster Variationen zum Fernmeldetechnischen 
Zentralamt in Darmstadt wurde auf Wunsch der Deutschen Bundespost einge 
stellt. 
Wie in den Vorjahren wurde monatlich ein Bericht über die magnetische Aktivität 
(Kennziffern und Effekte) herausgegeben. Die Kennziffern wurden außerdem im 
Monthly Report des Forschungsinstituts der Deutschen Bundespost veröffentlicht. 
Die Zusammenarbeit innerhalb der „Arbeitsgemeinschaft Ionosphäre“ der deut 
schen geophysikalischen Institute und der Union Radio Scientifique Internationale 
(URSI) wurde fortgesetzt. 
Das Institut für Erdvermessung der Universität Hannover führte in Zusammenar 
beit mit dem Niedersächsischen Landesverwaltungsamt in Wingst eine absolute 
Schweremessung durch. Wingst ist damit Stützpunkt innerhalb eines regionalen 
Schwerenetzes, das über Niedersachsen aufgespannt wird. Aus dieser und nach 
folgenden Messungen sollen Aussagen über säkulare Bodenbewegungen (Küsten 
senkung) abgeleitet werden. 
Erdmagnetische Kartographie: 
Der Atlas der Störgebiete und die Karteien der Jahresmittel der Observatorien 
und der „Gebiete unsicherer Mißweisung“ wurden wie bisher weitergeführt. Bei 
träge über Mißweisung und Störgebiete wurden für vier Seehandbücher geliefert. 
Für 27 Seekarten wurden 76 Mißweisungswerte berechnet. 16 Isogonenkarten 
wurden gezeichnet. 
Die Weltkarte der Säkularvariation der Deklination für die Epoche 1990 wurde 
hergestellt. 
Behörden, Institute, Firmen, Flughafenbetriebe und Privatpersonen erhielten Aus 
künfte über Mißweisung, andere Komponenten des Erdmagnetfeldes, deren jährli 
che Änderungen, die Lage der Magnetpole und Normalfelder, 
Erdmagnetische Messungen auf See: 
Für ein Vorprojekt zu dem geplanten EG-Projekt „Quartär der südlichen Nordsee“ 
wurden auf der 99. Fahrt des FS „Gauß“ in der Zeit vom 19. Mai bis 13. Juni 
erdmagnetische und gravimetrische Messungen in der Nordsee ausgeführt. Meh 
rere Gebiete wurden systematisch vermessen. Die Meßwerte wurden digital regi-
	        
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