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Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 24 (1896)

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Annalen der Hydrographie und Maritimen Meteorologie, September 1896 
Die Fischer von Cranz und Grofs- und Klein-Kuhren haben als die Haupt- 
betheiligten denn auch bereits wiederholt um die Anlage eines Fischereihafens bei 
der Königlichen Regierung in Königsberg petitionirt, und jede Ortschaft hat 
ihren Strand als den für eine solche Anlage geeignetsten bezeichnet. 
Um die Küsten meines Bezirks genauer kennen zu lernen, suche ich sie 
gelegentlich an der See entlang zu Fuls abzuschreiten. Auf einer solchen Fuß- 
wanderung an der Nordseite des Samlandes bin ich im vorigen Jahre nach 
Alknicken gekommen und fand hier zu meiner Ueberraschung hinter dem von 
der Landspitze nach See auslaufenden Steinriff eine Anzahl Fischerboote bei 
starkem Westnordwestwinde in vollkommenem Schutz liegen. Sogar bei Nord- 
westwinden soll Seegang noch nicht aufkommen, und die seekundigen Anwohner 
behaupten, dafs die Fischerfahrzeuge bei westlichen Stürmen oft in größerer 
Anzahl hier Schutz suchen und finden. Leider giebt die Küstenkarte infolge der 
Kleinheit ihres Mafsstabes kein zutreffendes Bild von der Lage des Steinriffes, 
In dem beigefügten Plan von Alknicken und Umgegend, der nach dem 
Mefstischblatt No. 105, Mafsstab 1:25 000, angefertigt worden ist, konnten die 
Tiefenverhältnisse an der Küste dieht unter Land und die Lage der Steine daher 
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Die Tiefen sind 
ın Metern angegeben. 
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bei 
Alknicken 
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Plan 
auch nicht mit absoluter Genauigkeit eingetragen werden. Der Plan entspricht 
demnach nicht der Wirklichkeit in allen Theilen,”er genügt aber zu einer vor- 
Jäufigen Information. 
Die Küste bei Alknicken ist nicht im Abbruch begriffen wie an anderen 
Stellen des Samlandes. Die Tiefenverhältnisse sind zur Anlage eines Fischerei- 
hafens durchaus günstig, im Abstande von 150 m von Land sind bereits 3 bis 
4 m Tiefe, und nach aufsen nehmen die Tiefen allmählich zu. Die in so grofser 
Anzahl wie an keiner anderen Stelle der samländischen Küste sich vorfindenden 
grofsen und kleinen erratischen Blöcke liefern in genügender Menge das Material 
zur Aufrichtung von Wellenbrechern. Zu schützen sind die Liegeplätze gegen 
nördliche Stürme aus den Richtungen zwischen NWzN und N0z0. 
Am einfachsten erscheint es mir vom seemännischen Standpunkt, beim Bau 
dem Vorbilde des Hafens von Hela zu folgen. Mit einem einfachen Wellen-
	        
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