Zentralabteilung
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Es waren 43 Anfragen nach Meßdaten und sonstigen Informationen zu bearbeiten,
davon 36 aus dem Inland, acht aus dem Ausland. 23 Anfragen kamen von staatli
chen Stellen, zehn von Universitäten und sieben von anderen Datenzentren; drei
Auskünfte wurden an Privatunternehmen (davon eines aus dem Ausland) gege
ben. Zwei Anfragen mußten an andere Datenzentren weitergeleitet werden. Das
Gesamtvolumen der für Datenanfragen abgegebenen Daten war aufgrund mehre
rer sehr umfangreicher Retrievals mit rund 1160 000 Datenrecords außerordent
lich hoch.
Das Heft „Fahrten deutscher Forschungsschiffe (Planung) im Jahre 1986“ wurde
zusammengestellt und im März veröffentlicht.
Es wurde an der Tagung der ICES Working Group on Marine Data Management in
Kopenhagen und an der Tagung des Arbeitskomitees für internationalen ozean-
ographischen Datenaustausch der IOC in Moskau teilgenommen.
Durch einen zweiwöchigen Besuch beim kanadischen ozeanographischen Daten
zentrum MEDS in Ottawa, das mit der gleichen Datenbanksoftware wie das DOD
arbeitet, konnten wertvolle Anregungen gewonnen werden; ein Austausch von
Software wurde vereinbart.
Das DHI beteiligte sich an einem Pilotprojekt zur Erprobung des im Auftrag der
IOC entwickelten Softwarepakets GF3-Proc zur Erzeugung und Verarbeitung von
Dateien im internationalen Austauschformat GF3. Aufgrund der bisherigen guten
Erfahrungen wurde damit begonnen, Konvertierungsprogramme für ältere Aus
tauschformate in GF3 zu entwickeln.
Das DHI hat sich auf Bitte der Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe
(BGR), Hannover, bereit erklärt, ein Dokumentationssystem marin-geologischer
Forschungsreisen als zentralen Dienst einzurichten. Mit der BGR wurden darüber
erste Gespräche geführt und ein Konzeptvorschlag wurde ausgearbeitet.
Einen Schwerpunkt im DOD bildeten die Vorarbeiten zur Einrichtung einer Mee
resumweltdatenbank (MUDAB). Es wurden die Einzelheiten der Datenbankreali
sierung entwickelt und mit der Erstellung erster Schnittstellenprogramme begon
nen. Aufgrund des dringenden Bedarfs wurden bereits einzelne Teilanwendungen
in Zusammenhang mit der Mitarbeit des DHI am ZISCH-Projekt ermöglicht.
Für das Biologische Monitoring auf der Hohen See hat das DHI Gespräche mit dem
Umweltbundesamt über die Einbeziehung biologischer Überwachungsdaten in
das MUDAB-System aufgenommen.
2.4.5.4 DV-Koordinierung
Schwerpunkte waren;
- Ersatzbeschaffung des Digitalisiersystems für die Seekartographie,
- Aufstellung eines Konzepts für ein „Automatisiertes Nautisches
Informationssystem“ (ANIS),
- Mitarbeit an den Planungen zur „Elektronischen Seekarte“ (ECDIS),
- Konzept zur meereskundlichen Datenverarbeitung an Bord,
- Radioaktivitätsmeßnetz.
Auf Anforderung durch den BMV wurde mit der Aufstellung eines DV-Gesamtkon-
zepts für das DHI begonnen, das alle im DHI vorkommenden Arten der Datenverar
beitung umfassen und sich auch auf die dem GRZ angeschlossenen Behörden
erstrecken soll. Ein erster Entwurf wurde bis Jahresende fertiggestellt.
Im Bereich der Softwarekoordination wurden erste Vorarbeiten für eine langfristig
geplante Vereinheitlichung der Software des DHI, insbesondere ihre Anpassung
an den Stand der Technik geleistet.