Zentralabteilung
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lieh Flexibilität zur Versorgung von abgelegenen Gebäudebereichen mit Datenlei
tungen gewonnen.
Der Datenverbund von IBM-kompatiblen Personalcomputern an das GRZ-DHI mit
der Software IBM-PC-CONNECT wurde von den Benutzern in gesteigertem Maße
in Anspruch genommen. Die CONNECT-Software für den IBM-PC, die für Nutzer
des GRZ-DHI bei Stellung einer Diskette kostenlos abgegeben werden kann, wurde
mehrfach verteilt.
Die Zeichengeschwindigkeit des Stiftplotters reichte vielfach nicht aus, um die
Plots, die an einem Tage abgeschickt wurden, in der bedienten Schicht abzuarbei
ten. Zusätzlich veränderten sich aufgrund der verstärkten Nutzung der vielfältigen
neuen Möglichkeiten der Grafiksoftware DI3000 Qualität und Struktur vieler
Zeichnungen, so daß ihre Ausgabe auf dem Stiftplotter technisch kaum noch
möglich war. Es wurde ein farbelektrostatischer DIN-AO-Plotter beschafft, der ab
Oktober verfügbar war. Während der Abnahmezeit des Gerätes traten technische
Probleme auf, die vom Hersteller kurzfristig nicht zufriedenstellend zu lösen wa
ren, so daß der neue Plotter bis Jahresende nicht in vollem Leistungsumfang zu
nutzen war.
Der Anschluß des Labors Sülldorf an das GRZ wurde weiter verbessert.
Zur Umstellung auf das neue virtuelle Betriebssystem NOS/VE wurde ein Konzept
mit, mittelfristigen Zeitskalen erarbeitet. Die hard- und softwaremäßigen Voraus
setzungen zur Aufnahme eines Testbetriebes mit NOS/VE 1.2.1 wurden durch die
Inbetriebnahme einer weiteren Plattenstation mit Kontroller und die Installation
der Systemversion NOS 2.5.1 geschaffen.
Eine zweite Leitung vom GRZ zum Meßnetz-Mikrocomputer wurde eingerichtet.
Mit ihr können die dort auflaufenden Daten, die für verschiedene Dienste im DHI
und SWA von Bedeutung sind, nun auch bei Ausfall des Mikrocomputersystems
direkt vom GRZ aufgenommen werden.
Auf dem Textverarbeitungssystem MOTOROLA wurde die Datenfernübertragungs
software BLAST installiert und eine tägliche Datensicherung eingerichtet. Über
X.25-Anschluß an das Datex-P-Netz bestehen Anwahlmöglichkeiten externer
Rechner (z.B. Datenbanken von Fachinformationszentren). Hierbei kann gleich
zeitig der Dialog als digitaler Text auf dem Plattensystem der MOTOROLA mitproto
kolliert und jederzeit wiedergegeben, ausgewertet oder bearbeitet werden.
Durch Teilnahme an den Tagungen der europäischen Vereinigung von CDC-Benut-
zern ECODU in London und Aachen konnten wieder wesentliche, für die weiteren
Planungen unentbehrliche Erkenntnisse auf den Gebieten Datenfernübertragung,
virtuelles Betriebssystem und neuer Hardware gesammelt werden.
Auslastung:
Der Betrieb des GRZ-DHI war weiterhin durch hohe Auslastungskennwerte ge
prägt. Obgleich mit der CYBER 180-840 ein Rechner mit einer im Vergleich zur
CYBER 170-730 etwa zwei- bis dreifachen Leistung in Betrieb genommen wurde,
ergaben sich ab Juli Auslastungswerte, die weit über denen des Vorjahres lagen.
Die Gründe hierfür sind rechenintensive Anwendungen, die erst mit der CYBER
180-840 ermöglicht werden konnten, die Weiterentwicklung und verbreitete Nut
zung der Standard-Grafiksoftware und die durch CDCNET deutlich verbesserten
interaktiven Arbeitsmöglichkeiten. So liegt während der typischen werktäglichen
Spitzenzeiten von 10 bis 11 Uhr und 13 bis 14 Uhr die Anzahl der gleichzeitig
aktiven Terminals nunmehr regelmäßig zwischen 50 und 70.