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Full text: Jahresbericht 1986

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41. Jahresbericht Deutsches Hydrographisches Institut 1986 
Das erste Ersatzschiff für die abgängigen Schiffe „Süderoog“, „Wega“ und „Atair“ 
befindet sich bei der Kröger-Werft in Rendsburg im Bau. In Besprechungen mit 
der Werft und der ZSM konnten noch Änderungs- und Verbesserungsvorschläge 
eingebracht werden. Eine Intering-Schlingerdämpfungsanlage wurde zusätzlich 
eingeworben und vom BMV genehmigt. In der Wiener Schiffbauversuchsanstalt 
wurden mit einem Modell im Maßstab 1:10,53 der Vermessungs- bzw. Taucher 
boote zahlreiche Widerstands-, Propulsions- und Propellerfreifahrtversuche aus 
geführt. Die Kiellegung für das neue Vermessungs- und Wraeksuchschiff fand 
Anfang Juli statt. 
2.4.3.2 Einsatz der Schiffe 
Auf 17 Fahrten des FS „Gauß“ in Nord- und Ostsee und Nordatlantik fanden 
Untersuchungen und Überwachungen statt: 
1. Meereskunde: 
- Bewegungsvorgänge (Strömungen) 
- Vermischungen {Frontenuntersuchungen) 
- Erdmagnetische Messungen (z. B. Wracklokalisierung) 
- Chemie des Meerwassers (Nährstoff- und Sauerstoffgehalt, 
Schwermetalle und Radioaktivität) 
- Physikalische Meerwassereigenschaften (Trübungsmessungen) 
- Organische Schadstoffe im Meer (z. B. chlorierte Kohlenwasserstoffe und Erdöl) 
- Sedimentgeologie (Ablagerungen) 
- Biologie (Patchiness-Experiment) 
2. Technik: 
- Baumusterprüfungen von nautisch-technischen Anlagen, Instrumenten, 
Hyperbel-, Satelliten- und integrierten Navigationsanlagen gemäß 
Schiffssicherheitsverordnung 
- Erprobungen von Geräten für die Meerestechnik 
Hierbei wurden 32 391 sm zurückgelegt. 
Das VFS „Komet“ arbeitete in der Nord- und Ostsee und legte einschließlich der 
V-Boote 20 370 sm zurück. Außer den Vermessungsfahrten fanden vier Fahrten 
zur Wartung der Nordseeboje II und eine Fahrt für Baumusterprüfungen statt. 
Das VS „Süderoog“ vermaß im Küstenbereich der Nord- und Ostsee laut Vermes 
sungsplan. „Süderoog“ und V-Boote legten 7 463 sm zurück. 
Die VWS „Atair“ und „Wega“ wurden für Wracksucharbeiten und zur Überprüfung 
und Abnahme der im Vermessungsplan 1986 vermerkten Wracks in Nord- und 
Ostsee eingesetzt. 147 Wracks wurden kontrolliert und neu bestimmt. „Atair“ 
legte 7 895 sm und „Wega“ 4 671 sm zurück. Außerdem wurden kurzfristige 
Fahrten zur Nordseeboje II, zur Großtonne Fehmarnbelt und zum Leuchtturm 
Kiel unternommen.
	        
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