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Full text: Jahresbericht 1986

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41. Jahresbericht Deutsches Hydrographisches Institut 1986 
Über die Entwicklung im Seeschiffsbestand und die Ausrüstung der Schiffe wurden 
Statistiken zur Veröffentlichung aufgestellt, ebenso über die ermittelten Daten 
über 
- Crosstrade 
- ausländische Zeitcharter und 
- Seegüterumschlag. 
Aus den der Bundesrepublik Deutschland von der Internationalen Fernmelde 
union (ITU) zugeteilten Rufzeichengruppen wurden den Seeschiffsregistern und 
den in Betracht kommenden Behörden Unterscheidungssignale zugewiesen. 
2.3.2 Forschungs- und Untersuchungsarbeiten 
Im Zusammenhang mit der vorgesehenen Prüfung und möglichen Zulassung „elek 
tronischer Magnetkompasse“ für Binnenschiffe wurden zwei derartige Anlagen 
im Labor untersucht. Zur Auswertung der Messungen wurde ein Iterationsverfah 
ren entwickelt, das es gestattet, die Ablenkungskoeffizienten A bis G auch bei 
großen Ablenkungen und Vorliegen der Meßwerte als Funktion mißweisender 
Kurse zu bestimmen. 
Zur Untersuchung der Regulierbarkeit von Magnetkompassen auf Binnenschiffen 
wurden Messungen an Bord ausgeführt 
Zur Untersuchung des Einflusses der an Bord vorkommenden Umweltbedingun 
gen (vgl. Jahresbericht 1985) wurden verschiedene nautische Anlagen, Geräte 
und Instrumente auf ihr Verhalten bei Vibrationen, hohen und tiefen Temperatu 
ren (Langzeiteinwirkung und Temperaturwechsel), Feuchtigkeit und Salznebel 
geprüft. 
Für die Meßwerterfassung bei Vibrations- und Kälteprüfungen wurden zwei Rech 
nerprogramme entwickelt. 
Ein Verfahren zur Messung der Neigung der Kompaßrose von Magnetkompassen, 
bei dem der Kompaß nicht geöffnet werden muß, wurde theoretisch entwickelt 
und experimentell erprobt. 
Für die Zeitschrift „Yacht“ wurden 16 Typen von Sportbootkompassen im Labor 
untersucht und fachlich beurteilt. 
Ein akustisches Verfahren zur Bestimmung von Schwebstoffkonzentrationen im 
Elbwasser, das die Universität Hamburg entwickelt hat, wurde bei einer For 
schungsfahrt begutachtet. 
Für den reibungslosen Übergang von der alten auf die neue Meßwerterfassungsan 
lage im Kreiselkompaßlabor wurde umfangreiche Software entwickelt. Besonde 
rer Wert wurde darauf gelegt, daß die bisher gewonnenen Meßwerte auch mit der 
neuen Anlage weiterverarbeitet werden können. Um den Anschluß der zu prüfen 
den Anlagen, Geräte und Instrumente an die neue Anlage zu ermöglichen, wurden 
Anpassungsgeräte gebaut und einige vorhandene an die neuen Gegebenheiten 
angepaßt. 
Als Folge der Bestrebungen, die Einmannbrücke einzuführen, wird in zunehmen 
dem Maße versucht, nautische Anlagen an Bord zu Systemen zu verknüpfen. 
Deshalb müssen auch die elektronischen Datenschnittstellen der nautischen Anla 
gen in die Baumusterprüfung einbezogen werden. Bereits die ersten versuchswei 
sen Aufzeichnungen von Daten aus den Schnittstellen bestätigten dies, denn es 
wurden mehrfach gravierende, die Sicherheit gefährdende Fehlfunktionen der 
Prüflinge registriert. Derartige Mängel wirken sich in verknüpften Systemen mit
	        
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