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Full text: Jahresbericht 1986

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41. Jahresbericht Deutsches Hydrographisches Institut 1986 
Ferner wurde die Anwendung der mit der NSB II erprobten Verankerung mit 
Kunststoffseilen bei der Großtonne Fehmarnbelt abgesprochen, so daß der Einsatz 
der geforderten bis in Bodennähe reichenden Meßkette ermöglicht wird. 
2.2.4.3 Aufbereitung meeresphysikalischer Forschungsdaten 
Allgemeine Arbeiten: 
Es wurden folgende Datensätze routinemäßig aufbereitet und den Benutzern für 
die wissenschaftliche Auswertung zur Verfügung gestellt: 
Strommessungen 103 
Trübungsmesser 7 
hydrographische Serien 384 
Vergleichswerte für CTD-Systeme 3 462 
CTD-Profile 734 
davon für MIZEK 181 
PEX 164 
und „Meteor“ 71 229 
(einschließlich Vergleichsdaten) 
Außerdem wurden Schöpferdaten von etwa 12 000 Stationen von Dritten her 
angezogen, um die Vergleichsbasis für die Daten eigener Nutzer zu verbessern. 
Dafür waren Umformatierungen und Neuberechnungen abgeleiteter Größen not 
wendig. 
Der Datenanfall im Sachgebiet zeigte in seiner Zusammensetzung stärke Schwan 
kungen gegenüber den Vorjahren, die stark zunehmende Tendenz dauerte aber 
an. 1986 begann der intensive routinemäßige Einsatz der CTD-Systeme. Der damit 
verbundene Datenanfall führte z.T. zu beträchtlichen Verzögerungen in der Bear 
beitung. Ein Schwerpunkt in der Entwicklung oder Anpassung von Bearbeitungs 
systemen liegt zur Zeit beim Schleppsystem „Delphin“. Parallel zu seiner techni 
schen Neu- und Weiterentwicklung wurden die Erfahrungen mit dem bisherigen 
Bearbeitungssystem benutzt, um die Anforderungen an die Bearbeitung der Daten 
des neuen Systems zu definieren, Diese gingen in die Weiterentwicklung des Bear 
beitungssystems CTD ein. So ist in Zukunft eine ähnliche Bearbeitung von CTD- 
und „Delphin“-Daten möglich. Erst mit aktuellen Meßdaten des neuen Systems 
kann dieser Teil der Software geschrieben und erprobt werden. 
Die vorhandenen Grafik-Routinen zur Darstellung ozeanographischer Parameter 
werden vom GRZ unterstützt. 
Der Entwurf eines vielseitig auf See einzusetzenden Rechners für wissenschaftli 
che Aufgaben wurde abgeschlossen. Mit diesem Rechner soll die Zeit zwischen 
Messung und Interpretation stark verkürzt werden. Die allgemeine Entwicklung 
auf dem Gebiet der klein- und mittelgroßen Rechnersysteme sowie ihre Vernet 
zung wurden dabei berücksichtigt. 
Besondere Arbeiten: 
Die Untersuchungen über die Voraussetzungen, die Entstehung und Ausbreitung 
von Tiefenwasser in der Grönland-See sind größtenteils abgeschlossen (Abb. 19 
und 20). Die Ergebnisse liegen in Veröffentlichungen oder Diplomarbeiten vor. 
Eine Dissertation wurde fertiggestellt. 
Die für diese Untersuchungen verwendeten Daten Werden zu einem Atlas der 
Hydrographie des Europäischen Nordmeeres zusammengestellt. Der Internatio 
nale Rat für Meeresforschung (ICES) unterstützte dieses Projekt.
	        
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