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Full text: Jahresbericht 1986

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4L Jahresbericht Deutsches Hydrographisches Institut 1986 
KFKI-Seegangsproj ekt: 
Im Kuratorium für Küstenforschung im Küsteningenieurwesen (KFKI) wurde eine 
neue Projektgruppe „Seegangsuntersuchungen“ gegründet, deren Leitung beim 
DHI liegt. Diese Gruppe hat zwei Teilprojekte „Ästuar-Seegang (Elbe)“ und „Watt 
seegang“ ausgearbeitet und dem Kuratorium vorgelegt. 
2.2.2 Physikalische Zustandsgrößen 
2.2.2.1 Physikalische Meerwassereigenschaften 
Untersuchungen auf See: 
Untersuchungen an den Fronten in der Deutschen Bucht und meeresoptische 
Beobachtungen standen neben den Überwachungsaufgaben im Vordergrund. Be 
sondere Bedeutung kam der ersten Großaufnahme der Nordsee des vom BMFT 
geförderten Projekts „Zirkulation und Schadstofftransport in der Nordsee (ZISCH)“ 
zu, an dem sich das DHI mit dem FS „Gauß“ und einer Arbeitsgruppe auf dem FS 
,,Valdivia“ beteiligte. 
Die Teilnahme an dem, Patchiness-Experiment in der Ostsee (PEX) und meeresphy 
sikalische Arbeiten für die Tschernobyl-Folgen-Untersuchungen ergaben umfang 
reiche Datensätze. 
Sachzuwendungen der DFG ermöglichten die Gewinnung von meeresphysikali 
schen Daten aus der Weddell-See. 
Die Deutsche Wissenschaftliche Kommission für Meeresforschung wurde durch 
ozeanographische Untersuchungen auf der 148. Reise des FI S „Anton Dohm“ und 
der 132. Reise des FS „Poseidon“ unterstützt. 
Datenauswertung und Ergebnisse: 
Von den Feuerschiffen der Nordsee, von Überwachungsfahrten und von For 
schungsreisen gingen etwa 11 500 Seewasserproben ein, deren elektrische Leitfä 
higkeit gemessen und deren Salzgehalt daraus berechnet wurde. Mit dem Rück 
gang der Probenentnahme von den Deutschen Feuerschiffen aus konnte der Anteil 
der Präzisionsbestimmuhgen (für Kalibrierzwecke) des Salzgehaltes erhöht wer 
den. Etwa 80% der Proben werden mit einem Autosal-Salinometer bestimmt. 
Der vom DHI organisierte Salinometervergleich hatte eine hohe internationale 
Beteiligung. Die Daten wurden gemeinsam mit dem Service Hydrographique des 
ICES ausgewertet. Die Ergebnisse bestätigten den hohen Standard des DHI in der 
Gruppe der Institute. 
Die regelmäßigen Temperatur- und Salzgehaltsbeobachtungen der Feuerschiffe 
der Nordsee wurden analysiert und mit den langjährigen Mitteln verglichen. Die 
Ergebnisse wurden in der Reihe „Überwachung des Meeres“ mitgeteilt. 
Die meeresoptischen Arbeiten konzentrierten sich auf Laboruntersuchungen und 
Auswertungen des Materials der Reise 63 des PS „Meteor“ in die Ostsee. Mit der 
Auswertung von Beobachtungen auf der FPN wurde begonnen. Nach den ersten 
Bearbeitungen scheint es gelungen zu sein, durch optische Verfahren die Aufwir 
belung von Sediment bei stürmischem Wetter und typische Sehwebsto'ff-Verdrif- 
tung bei ruhigem Wetter zu erfassen. 
In dem vom Umweltbundesamt geförderten Projekt „Eutrophierung von Nord- 
und Ostsee“ wurden die Arbeiten abgeschlossen. Ein umfangreicher Bericht 
wurde abgegeben. Ein Ergebnis der Untersuchungen war, daß die Deutsche Bucht 
- entgegen der bisher herrschenden Meinung - eine vertikale Dichteschichtung
	        
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