accessibility__skip_menu__jump_to_main

Full text: Jahresbericht 1986

26 
41. Jahresbericht Deutsches Hydrographisches Institut 19S6 
Aus Hoch- und Niedrigwasserbeobachtungen wurden FourierdarStellungen der 
halbmonatlichen Ungleichheiten und daraus die nonharmonischen Gezeiten 
grundwerte und Gezeitenunterschiede von etwa 170 Pegelstellen der deutschen 
Nordseeküste neu abgeleitet. Es handelt sich um etwa 680 Fourieranalysen und 
350 Fouriersynthesen. Die meisten der untersuchten Beobachtungsreihen stamm 
ten aus dem jüngsten Zeitraum, ein Teil jedoch auch aus vergangenen Jahren. 
Ebenso wurden aus den ausführlichen Vorausberechnungen der Hoch- und Nied 
rigwasser für einige ausländische Bezugsorte Gezeitengrundwerte neu bestimmt. 
Diese Arbeiten dienten dazu, die Gezeitentafeln laufendzuhalten. 
Die Vorausberechnungen für die 13 deutschen Bezugsorte für die Gezeitentafeln 
1988 beruhen auf Analysen des 19jährigen Beobachtungszeitraumes 1967 bis 
1985. 
Unter Benutzung von Gezeitengrundwerten, die aus Watt- und Vermessungspegel 
beobachtungen abgeleitet wurden, sind die Karten der Linien gleichen mittleren 
Hochwasserzeitunterschiedes und die Karten der Linien gleichen mittleren Spring 
tidenhubs überarbeitet worden. Für die Seevermessung wurden 13 Wasserstands 
errechnungskarten zum Beschicken der Lotungen entworfen. 
Zahlreiche Auskünfte über Gezeiten und Wasserstände wurden Schiffahrt, Seeäm- 
tern, Gerichten und Privatpersonen erteilt. 
Das Digitalisieren von Pegelkurven wurde als Routinearbeit weitergeführt. Von 
den Pegeln Helgoland, Büsum, Cuxhaven und Borkum-Fischerbalje wurden je 
weils acht Jahresreihen halbstündlicher Wasserstände erfaßt. Die archivierten 
Daten sind für jedermann zugänglich auf Magnetbändern gespeichert. 
Untersuchungen zur säkularen Wasserstandsänderung an der deutschen Nordsee 
küste wurden weitergeführt. Mit den erarbeiteten Methoden zur Darstellung lan 
ger Beobachtungsreihen kann jetzt außer der Veränderung der Hoch- und Niedrig 
wasserstände auch der Verlauf des mittleren Wasserstandes durch Spline-Funktio- 
nen angenähert werden. 
2.2.1.4 Wasserstandsvorhersage- und Sturmflutwarndienst 
Der Wasserstandsvorhersage- und Sturmflutwarndienst wurde wie bisher unter 
Beteiligung mehrerer Wissenschaftler wahrgenommen und vom Seewetteramt 
wetterkundlich beraten. 
Der Norddeutsche Rundfunk, der Westdeutsche Rundfunk, Radio Bremen und der 
Deutschlandfunk verbreiteten regelmäßig die Vorhersage der Hochwasserstände 
an der deutschen Nordseeküste, bei Emden, Bremen und Hamburg. Seit Herbst 
strahlt auch Radio Schleswig-Holstein die Vorhersagen aus. Die Radarzentralen 
Knock, Bremerhaven, Cuxhaven und der Schiffsmeldedienst in Hamburg erhielten 
mindestens zweimal täglich Vorhersagen für die Hoch- und Niedrigwasser auf 
ihren Revieren. Außerhalb der regulären Dienstzeit konnte die jeweils ausgege 
bene Wasserstandsvorhersage über einen automatischen Anrufbeantworter abge 
rufen werden. 
Ein fester Empfängerkreis von 303 Behörden und privaten Interessenten erhielt 
1080 Warnungen. Über den Rundfunk und die Telefonansage der Bundespost 
wurde eine Sturmflutwarnung für die deutsche Nordseeküste ausgegeben. Die 
deutsche Ostseeküste wurde zweimal vor Sturmfluten gewarnt. Warnungen an die 
Schiffahrt vor besonders niedrigen Wasserständen ergingen nicht. 
Der Geophysikalische Beratungsdienst der Bundeswehr und die Wetterämter Bre 
men und Schleswig erhielten vereinbarungsgemäß Vorhersagen und Warnungen.
	        
Waiting...

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.