accessibility__skip_menu__jump_to_main

Volltext : Jahresbericht 1986

20

41.  Jahresbericht  Deutsches  Hydrographisches  Institut  1986

Auch  in  diesem  Jahr  richteten  sich  die  kartographischen  Aktivitäten  besonders
auf  die  Laufendhaltung  aller  deutschen  Seekarten  und  führten  zu  zahlreichen
„Neuen  Ausgaben“.  Dabei  wurden  die  Seekarten  im  Bereich  des  Maritimen  IALA-Betonnungssystems
  Region  B  (rot  an  Steuerbord)  entsprechend  dem  Stand  der
Tonnenauslegung  zügig  fortgeführt.
Die  Datei  der  schwimmenden  Seezeichen  der  Ost-  und  Nordseeküste  der  Bundesrepublik ­
  Deutschland  wurde  fortgeführt  und  monatlich  an  den  BMV  und  an  die
WSV  abgegeben.  Neben  den  genannten  Aktivitäten  wurden  auch  ständig  nationale
und  internationale  Sonderaufgaben  für  die  Bundesrepublik  Deutschland  wahrgenommen. ­
  Hierzu  gehörten  u.  a.
-  Entwurf,  Überprüfung  und  Darstellung  von  Hoheits-,  Fischerei-  und  Festlandsockelgrenzen; ­

-  Die  Neuherausgabe  des  „German  Bight  Passage  Planning  Guide“  (Juli  1986)  und
-  spezielle  Aufträge  für  die  Bundesmarine.
Zahlreiche  in-  und  ausländische  Besucher  aus  den  Bereichen  Kartographie,  Vermessung, ­
  Geographie  und  Nautik,  Redakteure  von  Presse  und  Funk  wurden  über
die  Bearbeitung,  Herstellung  und  Fortführung  nationaler  und  internationaler  Seekarten ­
  informiert.  Darüber  hinaus  waren  fachspezifische  Anfragen  aller  Art  zu
beantworten.
Drei  Auszubildende  für  den  Ausbildungsberuf  Kartograph  und  6  Berufspraktikanten, ­
  die  hier  ihre  praktischen  Semester  ableisteten,  wurden  ausgebildet.  Studenten ­
  der  Fachhochschule  Hamburg,  Fachbereich  Seefahrt,  wurden  im  Zusammenhang ­
  mit  ihren  Diplomarbeiten  fachlich  beraten  und  unterstützt.

2.1.4  Graphische  Technik
In  der  „Seekartenfortführung“  wurden  4498  Seekarten  durch  Artikel  und  Kartenberichtigungen ­
  angezogen.  Die  NfS-Artikel  und  Kartenberichtigungen  machten  in
674  735  Drucken  Korrekturen  erforderlich.  In  89  Seekarten  wurden  97  Deckblätter ­
  eingearbeitet,  mit  denen  in  17  795  Drucken  Korrekturen  erledigt  wurden.
Durch  Eindruck  in  die  vorhandenen  Auflagen  von  105  Karten  wurden  weitere  28
354  Drucke  auf  den  jeweiligen  Berichtigungsstand  fortgeführt.
In  der  „Technischen  Kartographie“  wurden  für  die  Fortführung  und  Neuherstellung ­
  der  deutschen  Seekarten  2496  Originale  bearbeitet.  Dazu  kam  die  Herstellung ­
  der  Originale  für  die  Neuausgabe  der  Karte  Nr.  1  der  internationalen  Kartenserie. ­
  Parallel  zu  dieser  Arbeit  wurden  neue  Seekartenzeichen  hergestellt  und  für
die  Fortführung  der  Seekarten  in  der  Signaturenbibliothek  bereitgehalten.
Weitere  Mitarbeiter  wurden  in  der  Technik  des  Digitalisierens  unterrichtet,  um  sie
mit  der  weiteren  Behandlung  der  digitalisierten  Daten  bis  zur  Erarbeitung  der
Zeichenfiles  vertraut  zu  machen.
Seit  1977  werden  Originale  einiger  Seekarten  von  fremdländischen  Gebieten  computergestützt ­
  hergestellt.  In  diesem  Jahr  wurde  für  ein  zusammenhängendes
Gebiet  mehrerer  Seekarten  der  heimatlichen  Ostseeküste  die  Digitalisierung  angewendet. ­
  Ziel  ist  es,  bis  zum  kommenden  Jahr  erstmalig  ein  größeres  Seegebiet  in
Vektordaten  zu  erfassen,  die  auch  für  die  Entwicklung  eines  „Electronic  Chart
Display  System“  dienen  sollen.  Ein  Teil  der  gewonnenen  Daten  konnte  dabei  für
die  Neuherstellung  der  Karte  33  „Ansteuerung  der  Kieler  Förde“  genutzt  werden.
Während  dieser  Digitalisierarbeiten  wurden  einige  Routinen  entwickelt,  die  besonders ­
  die  Qualität  der  später  lichtzuzeichnenden  Daten  verbessert.
            
Waiting...

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzerin, sehr geehrter Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.