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Volltext: Jahresbericht 1985

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40. Jahresber. Dt. Hydrogr. Inst. 1985 
2.3>3 Forachangs- und Untersuchungsarbeiten 
Fehler, die bei der Übertragung der Kursinformation nicht kardanisch 
aufgehängter Magnetkompasse mit Hilfe von Magnetfeldsonden infolge von 
Schiffsneigungen entstehen, wurden rechnerisch und experimentell unter 
sucht . 
Um ständig eine Selbststeueranlage mit bekannten und veränderbaren Ei 
genschaften zur Verfügung zu haben, wurde für die Baumusterprüfung eine 
Labor-Selbststeueranlage gebaut. 
Die Geräte zur Prüfung des Verhaltens nautischer Anlagen, Geräte und In 
strumente unter den an Bord vorkommenden Umweltbedingungen wurden im Be 
trieb erprobt und Programme zur Automatisierung der Prüfvorgänge aufge 
stellt. Zusätzlich wurde eine Salzsprühanlage in Betrieb genommen. 
Für ein Gutachten wurden verschiedene Kleinkompasse auf ihre Funktions 
fähigkeit insbesondere unter dem Einfluß hoher und tiefer Temperaturen 
untersucht. 
Die Arbeiten zur automatischen Meßdatenerfassung bei der Baumusterprü 
fung von Kreiselkompaß- und Fahrtmeßanlagen wurden mit weiteren Rechner 
programmen und Anpassungsschaltungen fortgesetzt. 
Untersucht wurden die Anzeigefehler von Kreiselkompaßanlagen und Wende- 
anzeigern bei Unterbrechung der Stromversorgung bis zu einigen Minuten, 
ferner der Kardanfehler eines Mutterkompasses. 
Es wurde ein Rechnerptögramm entwickelt, das für einen Schaukeltisch 
wählbarer geometrischer Abmessungen den Bewegungsablauf eines Prüflings 
in Abhängigkeit von Rollwinkel, Stampfwinkel, Rollperiodendauer, Stampf- 
periodendauer, Phasenverschiebungswinkel und Kurs simuliert und so die 
Angabe der nördhezogenen Geschwindigkeit und Beschleunigung zu jedem 
Zeitpunkt des Bewegungsablaufs gestattet. Auch die Mittelwerte über ein 
gewünschtes Zeitintervall können ausgegeben werden. 
Der Einfluß moderner Technologien (z. B. der Digitalisierungstechnik) 
auf die Eignung im Bereich der Radar- und ARPA-Anlagen für den 
Schiffsbetrieb und ihre sichere Funktion an Bord wurde weiter unter 
sucht . 
Für die EMV-Störfestigkeitsmessung wurde die Verwendbarkeit von 
Strommeßzangen methodisch untersucht. Das Augenmerk galt hierbei der 
Einsatzfähigkeit bei einem großen Frequenzbereich und Meßleitern mit 
hoher Stromgrundbelastüng. Die Untersuchungsergebnisse führten zur 
Entwicklung und Anfertigung zweier Strommeßsonden, die wegen ihrer 
geringen Größe in die Ankoppelelemente eingebaut werden konnten. 
ES wurde anläßlich der Baumusterfahrten von FS "Gauß" damit begonnen, an 
geeigneten Ankerpositiotien systematisch die Abweichungen des Decca-Na- 
vigationsverfahrens zu untersuchen. In diesem Zusammenhang wurden auch 
im Seegebiet Helgoland die systematischen Fehler von Decca und des Funk 
ortungsverfahrens Syledis überprüft, das für die Seevermessung einge 
setzt wird. 
Weil dem DHI eine Luftfahrt-Navigationsanlage für das bislang noch im
	        
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