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Full text: Jahresbericht 1985

Technische Schiffssicherheit 
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Für die Baumusterprüfung von Funknavigationsanlagen wurde ein digitales 
Geschwindigkeitsanzeigegerät entworfen. Eine Erprobung des Versuchsauf 
baues an den an Bord vorhandenen Fahrtmeßanlagen und an den für Simula 
tionszwecke entwickelten Taktgebern ergab eine universelle Einsatzmög 
lichkeit. Mit dem schon weitgehend fertiggestellten Gerät lassen sich 
ohne großen Zeit- und Rechenaufwand während der Baumusterprüfung je 
derzeit die tatsächlich in die zu prüfenden Funknavigationsanlagen 
einlaufenden Geschwindigkeitswerte messen und anzeigen. 
Unterlagen über die Software der rechnergestützten Funknavigationsanla- 
gen wurden für die Prüfung nur sehr spärlich oder gar nicht vorgelegt. 
Deshalb waren umfangreiche Software-Untersuchungen erforderlich. Durch 
Substitutionsmethoden wurde versucht, Zusammenhänge beim Auftreten von 
Fehlern zu ermitteln. Der Zwang zu derartigen zeitraubenden Untersu— 
chungsmethoden wirkt sich ungünstig auf die PrUfungsdauer aus. 
2.3.2.2 Statistiken 
Die Datei über den Bestand an Seeschiffen (ca. 29 000) und deren Ausrü 
stung mit Funk- und Navigationsanlagen wurde berichtigt und ergänzt. 
Für den Druck der "Amtlichen Liste der Seeschiffe der Bundesrepublik 
Deutschland" und der "Liste der Yachten mit Unterscheidungssignalen/Ruf 
zeichen der Bundesrepublik Deutschland" wurden die Daten zusammenge 
stellt und überwacht. 
Über die Entwicklung im Seeschiffsbestand und die Ausrüstung der Schiffe 
wurden Statistiken zur Veröffentlichung aufgestellt, ebenso aus den er 
mittelten Daten über 
- Crosstrade 
- ausländische Zeitcharter und 
- Seegüterumschlag. 
Aus den der Bundesrepublik Deutschland von der Internationalen Fernmel 
deunion (ITU) zugeteilten Rufzeichengruppen wurden den Seeschiffsregi 
stern und den in Betracht kommenden Behörden Unterscheidungssignale zu 
gewiesen. 
2.3.2.3 Zeitdienst 
Für die astronomische Zeit- und Breitenbestimmung wurden am photographi 
schen Zenitfernrohr (PZT) in 92 Nächten 1876 Durchgänge der 134 Pro 
grammsterne beobachtet. 
Die Aussendung von Zeitsignalen für die Seeschiffahrt nach der koordi 
nierten Weltzeit (UTC) mit dem Zeitkode DUT1»UT1 - UTC über Sender in 
Elmshorn, Norddeich-Osterloog und Kiel wurde am 1. November eingestellt. 
Umfragen hatten ergeben, daß an solchen Zeitsignalen kein dringender Be 
darf mehr besteht. Den Zeitsignaldienst über Küstenfunkstellen hat das 
DHI seit dem 15. Juli 1950 ohne Unterbrechung ausgeübt.
	        
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