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Full text: Jahresbericht 1985

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40. Jahresber. Dt. Hydrogr. Inst. 1985 
2.2.4.2 Aufbereitung meeresphysikalischer Forschungsdaten 
Allgemeine Arbeiten: 
1985 wurden folgende Datensätze routinemäßig aufbereitet und den Benut 
zern für die wissenschaftliche Auswertung zur Verfügung gestellt: 
Strommessungen 257 
Hochseepegel 3 
Trübungsmesser 9 
Thermistorketten 2 
hydrographische Serien 281 
Vergleichswerte für CTD-Systeme 3384 
CTD-Profile 416 
davon für NOAMP III 82 
und NOAMP IV 87 
und NOAMP V 63 
(inkl. Vergleichsdaten) 
Die Anzahl der verarbeiteten Zeitreihen verankerter Geräte, wie Strom 
messer, Hochseepegel usw. hat sich seit 1983 verdreifacht; eine ähnliche 
Entwicklung gilt für die Anzahl der CTD-Profile. 
Da jetzt das Programm-System zur Aufbereitung und Auswertung der CTD-Da- 
ten routinemäßig werwendet werden kann, lassen sich bei Vorliegen einer 
genügenden Zahl von Vergleichswerten die CTD-Daten sicher mit einer ähn 
lich hohen Genauigkeit aufbereiten. Zeitweise traten bei den Leitfähig 
keitssensoren der CTD-Systeme Fehler auf, die durch eine Erweiterung der 
Software größtenteils behoben werden konnten. 
Für die Darstellung von hydrographischen und daraus abgeleiteten dyna 
mischen Größen in Form von Schnitten und Horizontalverteilungen wurde 
ein Programmpaket hergestellt, das vorhandene kartographische Prozeduren 
verwendet und für die Darstellung den Zeichentisch des Seekartenwerks 
benutzt. Dadurch konnte die Zeit für die Herstellung von wichtigen 
Hilfsmitteln der physikalischen Ozeanographie beträchtlich verkürzt wer 
den. 
Der Einsatz automatischer ”contouring"-Programme wurde untersucht, 
führte aber zu nur ungenügenden Ergebnissen, da die Voraussetzungen die 
ser Programme nicht mit denen ozeanographischer Daten übereinstimmen. 
Besondere Arbeiten: 
Die Untersuchungen über die Voraussetzungen, die Entstehung und Ausbrei 
tung von Tiefenwasser in der Grönland-See konnten zum Teil abgeschlossen 
werden. Da bei der Entstehung von Tiefenwasser oberflächennahe Wasser 
massen in die Tiefsee transportiert werden und später aus dem Europäi 
schen Nordmeer in den Nordatlantik und weiter in die Tiefenzirkulation 
des Weltozeans gelangen, ist es neben der Frage nach der Zeitdauer die 
ser Prozesse und Transporte auch von erheblicher Bedeutung, ob klar 
identifizierbare anthropogene Beimengungen mit dem Tiefenwaser in das 
Tiefseesystem gelangen. Nachdem während der "Meteor"-Reise Nr. 61 (1982) 
erstmals ein tiefer Ausstrom aus dem Arktischen Ozean durch die Fram- 
Straße in die Grönland-See nachgewiesen werden konnte, bestätigten Mes
	        
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