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Volltext: Jahresbericht 1985

Das Deutsche Hydrographische Institut im Jahre 1985 
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Das Nordostatlantische Monitoring-Programm (NOAMP) zur Stoffausbreitung 
in der Tiefsee konnte nach zwei letzten Forschungsreisen abgeschlossen 
werden. Es fand eine flächendeckende radiologisch/ozeanographische Auf 
nahme der nördlichen Nordsee bis nach Spitzbergen statt. Zusätzlich wur 
den der Schwermetallgehalt, die Ausbreitung von Organohalogenverbindun 
gen im Seewasser für das Helsinki-Abkommen und die Strömung in Nord- und 
Ostsee untersucht. 
Die Prüfung nautischer Anlagen, Geräte und Instrumente, die Kontrollen 
an Bord auf Einhaltung der Schiffssicherheitsverordnung (SchSV) sowie 
die Anerkennung und Überwachung von Betrieben für die Überprüfung nau 
tischer Anlagen, Geräte und Instrumente liefen in gewohnter Weise ab. 
Weitere geeignete Personen wurden als Hilfscrgane des DHI beauftragt. 
Bei der Entwicklung von Radaranlagen setzt sich der Trend zur digitalen 
Bildsignalverarbeitung fort. Überhaupt läßt sich bei den Baumusterprü 
fungen feststellen, daß viele Hersteller von nautischen Anlagen und Ge 
räten die technischen Möglichkeiten der EDV ausgiebig nutzen. 
Ausnahmen von den Vorschriften der Schiffssicherheitsverordnung wurden 
zugelassen, wenn eine vergleichbare Sicherheit des Schiffes auf andere 
Weise gewährleistet war. 
Die Aufstellung und Erprobung der Einrichtungen für die Prüfung des Ver 
haltens nautischer Anlagen und Geräte unter den an Bord vorkommenden Um 
weltbedingungen (Vibration, Kälte, Wärme, Eeuchtigkeit, Seewasser) in 
einem eigens dafür hergerichteten Labor wurde gegen Jahresende abge 
schlossen. 
Die Aussendung von Zeitsignalen über Norddeich Radio und Kiel Radio Wur 
de auf Weisung des Bundesministers für Verkehr am 1. November einge 
stellt . 
Das DHI hat 1985 nach dem Bundesberggesetz 4 Anträge zur Durchführung 
von Forschungshandlungen auf dem deutschen Festlandsockel genehmigt und 
zwei Verwaltungsvereinbarungen geschlossen. Nach dem Hohe-See-Einbrin- 
gungsgesetz wurden 7 Erlaubnisse zur Verbrennung von Abfallstoffen auf 
See und 5 Erlaubnisse zur Einbringung von Abfallstoffen in die Hohe See 
erteilt. Eine Erlaubnis zur Verbrennung von Abfällen auf See wurde 
widerrufen und ein Antrag auf Erlaubniserteilung zur Verbrennung von 
Abfallstoffen nach der Vorgabe des Gesetzes zurückgewiesen, weil eine 
Möglichkeit zur Beseitigung an Land bestand. 
Auch in diesem Jahr wurden in Zusammenarbeit mit der holländischen Er 
laubnisbehörde Ri jkswaterstaat regelmäßig Überwachungsflüge über dem 
deutschen Festlandsockel durchgeführt. Dabei konnten 212 Ölverschmutzun 
gen festgestellt und 16 Täter identifiziert werden. 
Im Hinblick auf die zunehmende Zahl von Olverschmutzungen gewinnt die 
dem DHI übertragene Aufgabe immer größere Bedeutung, Verstöße gegen die 
Pflicht, Öltagebücher zu führen, zu verfolgen und zu ahnden. Es wurden 
42 Ermittlungsverfahren eingeleitet und bis Ende September 1985 35 Buß 
geldbescheide erlassen. In 121 Fällen, in denen die deutschen Behörden 
die von Fahrzeugen unter ausländischer Flagge begangenen Straftaten oder 
Ordnungswidrigkeiten aufgrund bestehender Verfahrenshindernisse nicht 
ahnden konnten, wurden Meldungen an den Flaggenstaat zur dortigen weite
	        
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