Zentralabteilung
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- Erweiterung der Plattenkapazität von 1 500 auf rd. 2 600 Mbyte (6 Bit
pro Byte) durch Ersetzen einet Wechselplatteneinheit durch ein Fest-
platten-Doppellaufwerk mit 1 300 Mbyte;
- zweite Platten-Steuereinheit;
- Doppelkanalansteuerung über zwei Steuereinheiten für jedes der vier
Großraum-Plattenlaufwerke;
- Austausch eines 8G0/1600-bpi-9-Spur- und eines 556/800-bpi-7-Spur-
Laufwerkes gegen zwei 1600/625Q-bpi-9-Spur-Laufwerke mit 200 ips
Transportgeschwindigkeit.
Die Erweiterungen wirkten sich günstig auf den Gesamtdurchsatz des Rech
ners aus. So reduzierten sich die Wartezeiten auf Stapelprogramme dank
des jetzt möglichen höheren Multiprogrammingfaktors z. T. erheblich;
gleichzeit stellten sich fühlbar bessere Antwortzeiten im Dialogbetrieb
bei ein/ausgabeintensiven Anwendungen ein. Nicht so günstig waren die
Auswirkungen bei rechnerintensiveren Dialoganwendungen, bei denen die
größere Anzahl von Stapelprogrammen in Exekution häufig eine Durchsatz
verschlechterung ergab. Eine verbesserte Strategie der Jobsteuerung (s.
u.) soll hier Abhilfe schaffen. Mit dem vergrößerten Angebot an Platten
kapazität konnte ein Engpaß beseitigt werden, der zuvor beinahe täglich
zu Betriebsunterbrechungen wegen drohenden Plattenüberlaufs geführt hat
te.
In der bisher benutzten Betriebssystemversion NOS 1 führten die ungenü
genden Möglichkeiten einer Differenzierung der zu bearbeitenden Jobs in
verschiedene Jobströme mit unterschiedlichen Prioritäten im laufenden
Betrieb zu erheblichem Operateursaufwand und auf der Benutzerseite zu
Problemen bei Terminarbeiten. Daher wurde der Entschluß gefaßt, so früh
wie möglich auf die neueste Betriebssystemversion NOS 2 überzuwechseln,
die ein benutzereigenes Jobklassensystem standardmäßig unterstützt.
Die Arbeiten zur Umstellung von NOS 1 auf NOS 2 nahmen das Personal des
Rechenzentrums ab September voll in Anspruch. Nachdem den Benutzern mit
einem für einen Tag pro Woche durchgeführten Probebetrieb Gelegenheit
gegeben worden war, NOS 2 mit seinen neuen Eigenschaften kennenzulernen
und die notwendigen Umstellungsarbeiten vorzunehmen, wurde Anfang Dezem
ber der Betrieb auf NOS 2 umgestellt, zunächst noch ohne Jobklassensy
stem. Die Entwicklung der hierfür notwendigen Software mußte als Auftrag
an CDC vergeben werden und konnte noch nicht abgeschlossen werden.
Allgemein nachteilig machte sich bei der Betriebssystemumstellung be
merkbar, daß es wegen fehlenden Personals nicht möglich war, die Benut
zer in Lehrgängen mit den z. T. recht bedeutenden Veränderungen und Ver
besserungen gegenüber dem alten Betriebssystem vertraut zu machen. Die
Folge waren anfangs zahlreiche Abbrüche von Benutzerprogrammen und Ver
zögerungen bei Routineanwendungen.
Weitere Terminals wurden beschafft. Die wesentlichste Neuerung stellen
zwei graphische Raster-Scan-Bildschirme dar, die bei gleichem Auflö
sungsvermögen voll kompatibel zu den vorhandenen Speicher-Bildschirmge
räten Tektronix 4014 sind. Beide Geräte sind über einen Multiplexer an
einen Versatec Printer/Plotter als gemeinsames Hardcopygerät angeschlos
sen.