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Volltext : Jahresbericht 1982

Zentralabteilung

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-  Erweiterung  der  Plattenkapazität  von  1  500  auf  rd.  2  600  Mbyte  (6  Bit
pro  Byte)  durch  Ersetzen  einet  Wechselplatteneinheit  durch  ein  Festplatten-Doppellaufwerk
  mit  1  300  Mbyte;
-  zweite  Platten-Steuereinheit;
-  Doppelkanalansteuerung  über  zwei  Steuereinheiten  für  jedes  der  vier
Großraum-Plattenlaufwerke;
-  Austausch  eines  8G0/1600-bpi-9-Spur-  und  eines  556/800-bpi-7-Spur-Laufwerkes
  gegen  zwei  1600/625Q-bpi-9-Spur-Laufwerke  mit  200  ips
Transportgeschwindigkeit.
Die  Erweiterungen  wirkten  sich  günstig  auf  den  Gesamtdurchsatz  des  Rechners ­
  aus.  So  reduzierten  sich  die  Wartezeiten  auf  Stapelprogramme  dank
des  jetzt  möglichen  höheren  Multiprogrammingfaktors  z.  T.  erheblich;
gleichzeit  stellten  sich  fühlbar  bessere  Antwortzeiten  im  Dialogbetrieb
bei  ein/ausgabeintensiven  Anwendungen  ein.  Nicht  so  günstig  waren  die
Auswirkungen  bei  rechnerintensiveren  Dialoganwendungen,  bei  denen  die
größere  Anzahl  von  Stapelprogrammen  in  Exekution  häufig  eine  Durchsatzverschlechterung ­
  ergab.  Eine  verbesserte  Strategie  der  Jobsteuerung  (s.
u.)  soll  hier  Abhilfe  schaffen.  Mit  dem  vergrößerten  Angebot  an  Plattenkapazität ­
  konnte  ein  Engpaß  beseitigt  werden,  der  zuvor  beinahe  täglich
zu  Betriebsunterbrechungen  wegen  drohenden  Plattenüberlaufs  geführt  hatte. ­


In  der  bisher  benutzten  Betriebssystemversion  NOS  1  führten  die  ungenügenden ­
  Möglichkeiten  einer  Differenzierung  der  zu  bearbeitenden  Jobs  in
verschiedene  Jobströme  mit  unterschiedlichen  Prioritäten  im  laufenden
Betrieb  zu  erheblichem  Operateursaufwand  und  auf  der  Benutzerseite  zu
Problemen  bei  Terminarbeiten.  Daher  wurde  der  Entschluß  gefaßt,  so  früh
wie  möglich  auf  die  neueste  Betriebssystemversion  NOS  2  überzuwechseln,
die  ein  benutzereigenes  Jobklassensystem  standardmäßig  unterstützt.
Die  Arbeiten  zur  Umstellung  von  NOS  1  auf  NOS  2  nahmen  das  Personal  des
Rechenzentrums  ab  September  voll  in  Anspruch.  Nachdem  den  Benutzern  mit
einem  für  einen  Tag  pro  Woche  durchgeführten  Probebetrieb  Gelegenheit
gegeben  worden  war,  NOS  2  mit  seinen  neuen  Eigenschaften  kennenzulernen
und  die  notwendigen  Umstellungsarbeiten  vorzunehmen,  wurde  Anfang  Dezember ­
  der  Betrieb  auf  NOS  2  umgestellt,  zunächst  noch  ohne  Jobklassensystem. ­
  Die  Entwicklung  der  hierfür  notwendigen  Software  mußte  als  Auftrag
an  CDC  vergeben  werden  und  konnte  noch  nicht  abgeschlossen  werden.
Allgemein  nachteilig  machte  sich  bei  der  Betriebssystemumstellung  bemerkbar, ­
  daß  es  wegen  fehlenden  Personals  nicht  möglich  war,  die  Benutzer ­
  in  Lehrgängen  mit  den  z.  T.  recht  bedeutenden  Veränderungen  und  Verbesserungen ­
  gegenüber  dem  alten  Betriebssystem  vertraut  zu  machen.  Die
Folge  waren  anfangs  zahlreiche  Abbrüche  von  Benutzerprogrammen  und  Verzögerungen ­
  bei  Routineanwendungen.
Weitere  Terminals  wurden  beschafft.  Die  wesentlichste  Neuerung  stellen
zwei  graphische  Raster-Scan-Bildschirme  dar,  die  bei  gleichem  Auflösungsvermögen ­
  voll  kompatibel  zu  den  vorhandenen  Speicher-Bildschirmgeräten ­
  Tektronix  4014  sind.  Beide  Geräte  sind  über  einen  Multiplexer  an
einen  Versatec  Printer/Plotter  als  gemeinsames  Hardcopygerät  angeschlossen. ­

            
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