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Full text: Jahresbericht 1982

Technische Schiffssicherheit 
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schwindigkeit über Grund aus dem Decca-Navigationsverfahren ermittelt. 
Die Schwierigkeiten bei der Prüfung von Methoden der Transformation ver 
schiedener geographischer Bezugssysteme bei Satelliten-Navigationsanla- 
gen erforderten Untersuchungen darüber, unter welchen Einschränkungen 
mittels konstanter Summanden in begrenzten geographischen Gebieten eine 
lau fende, Rechnerkapazität benötigende Berechnung der genauen Transfor 
mation vermieden werden kann. In diesem Zusammenhang wurde für Nordeuro 
pa einschließlich Nord- und Ostsee die Transformation vom World-Geode- 
tic-System 72 (WGS-72) zum europäischen Datum (ED-50) berechnet und als 
Netz dem geographischen Netz überlagert gezeichnet. 
Mit dem Auftreten von rechnergestützten Decca-Navigationsanlagen, bei 
denen die Standardanzeige in geographischen Koordinaten und nicht mehr 
in Hyperbelkoordinaten erfolgt, wurden umfangreiche Untersuchungen von 
softwarebedingten Grenzbereichen erforderlich. Hierbei ergab sich un 
ter anderem, daß während einer Prüfung in einem begrenzten Seegebiet 
ermittelte Meßwerte bei diesen Anlagen nicht mehr ohne weiteres auf an 
dere Seegebiete übertragbar sind. 
Während einer Forschungsfahrt von FS "Gauß" nach Monaco wurden die 
durchlaufenden Decca- und Loran-C-Ketten stichprobenweise auf ihre Sta 
bilität untersucht. Beim Omega-Navigationsverfahren wurde parallel dazu 
das Feldstärkenprofil der Stationen Liberia und Norwegen für weitere Un 
tersuchungen aufgezeichnet. Daneben wurden Beurteilungskriterien für die 
Prüfung integrierter Navigationsanlagen gesammelt. 
Der Navigationsprozeßrechner auf FS "Gauß" wurde weiter ausgebaut. Die 
Übernahme der Geschwindigkeits- und Wassertiefeninformationen wurde 
hardwaremäßig soweit aufbereitet, daß sie nach Fertigstellung der Soft 
ware sofort erfolgen kann. Der neuentwickelte, dreikanalige Lanedigita- 
lisierer konnte nach seiner Fertigstellung erfolgreich erprobt und in 
den Navigationsprozeß einbezogen werden. Bei der Software wurden die 
Folgealgorithmen erweitert. Außerdem wurden sie durch einen Modul er 
gänzt, der im Online-Betrieb die Standardabweichung des Schiffsortes als 
Qualitätskriterium berechnet und anzeigt. Um einwandfreie Meßbedingungen 
für die Laborprüfung aller Funknavigationsanlagen zu schaffen, erfolgte 
eine umfassende Spezifizierung der erforderlichen Maßnahmen im Bereich 
des Daches, so daß der Baubehörde eine Kostenabschätzung möglich wurde. 
Seenotfunk, nichtnavigatorischer Ortungsfunk: 
In IMO, INMARSAT und CCIR wurde auch 1982 an der Entwicklung des See 
not- und Sicherheitsfunksystems der Zukunft (FGMDSS) mitgearbeitet. Da 
bei war der Beginn von Versuchen mit Satelliten-Seenotfunkbojen von be 
sonderer Bedeutung. 
Internationale Zusammenarbeit: 
Die Gespräche über eine Harmonisierung der Prüfungs- und Zulassungsbe 
dingungen nautischer Anlagen und Geräte wurden auf Positionslaternen er 
weitert. Eine erste Sitzung mit Teilnehmern von EG-Staaten und anderer 
interessierter europäischer Staaten ergab wesentliche Unterschiede in 
den Auffassungen über die Anforderungen an Positionslaternen und die zu
	        
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