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Full text: Jahresbericht 1982

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37. Jahresber. Dt. Hydrogr. Inst. 1982 
Vorhandensein anderer Sedimentarten unter der Meeresbodenoberfläche her 
vorgerufen sein können. Bei den Schichtmächtigkeiten wurden einige neue 
Strukturen gefunden, die z. T. eine Bestätigung früherer Vorstellungen 
lieferten, teilweise aber auch Anlaß zu deren Modifizierung geben. So 
konnte das Elbe-Urstromtal weiter nach Norden bis an den Rand des deut 
schen Festlandsockels verfolgt werden. Zugleich zeigte es sich aber 
auch, daß der Haupttei'l der Weißen Bank, deren Oberflächensedimente im 
Kartenbild an einer Korngrößenvergröberung erkennbar sind, offensicht 
lich eine ältere Anlage am westlichen Elbufer ist. 
Die Arbeiten fanden zusammen mit dem Niedersächsischen Landesamt für 
Bodenforschung statt, das an Sedimentkernen sedimentolögische und stra 
tigraphische Untersuchungen machte. 
Es ist geplant, auch für den deutschen Anteil der westlichen Ostsee ei 
ne Sedimentverteilungskarte und eine Karte der Mächtigkeiten der Ober 
flächensedimente herzustellen. Hierfür wurde Vorarbeit geleistet. 
Überwachung der Verschmutzung des Meeresbodens: 
Die Untersuchungen über das Vorkommen von Schwermetallen in Sedimenten 
und Schwebstoffen wurden fortgesetzt. 
Die Konzentrationen der Schwermetalle Quecksilber und Cadmium sind in 
den Sedimenten der inneren Deutschen Bucht fünf- bis zehnmal so hoch wie 
deren natürliche Konzentration. Seit Beginn der Untersuchungen im Jahre 
1975 konnte aber weder eine Zunahme noch eine Abnahme der Konzentration 
festgestellt werden. 
Die Überwachung von Schwebstoffen auf ihren Qüecksilbergahalt blieb 1982 
auf die im ehemaligen-Klärschlamm-Einbringungsgebiet gelegene Station 
beschränkt. Diese Station wird als repräsentativ für die suspendierten 
Sedimente der inneren Deutschen Bucht, insbesondere des Schlickfallge 
bietes südöstlich von Helgoland, angesehen. 
Das DHI nahm an einer Interkalibration der Analyse von Schwermetallen in 
Sedimenten für das Bund/Länder-Meßprogramm teil. 
Im März wurde abermals die Verteilung der suspendierten partikulären Ei 
senverbindungen im Düimsäure-Einbringungsgebiet und seiner Umgebung er 
mittelt. - 
In den Sedimenten des Elbe-Urstromtales bis hin zur Weißen Bank wurde 
das Porenwasser verschiedener Bodenhorizonte auf Alkalinität, Sulfat-, 
Phosphat- und Chloridgehalt analysiert. 
Bisher ist festzustellen, daß die Intensität der Sulfätreduktlon und der 
damit verbundenen Produktion des giftigen Schwefelwasserstoffs in fau 
nenverarmten Teilbereichen des Schlickgebietes ungewöhnlich groß ist. 
Stellenweise konnte hier bereits in 5 bis 10 cm Tiefe kein Sulfat gefun 
den werden. Im Oktober wurden Methan-Blasen (Sumpfgas) an einer Station 
bereits in 3 cm Tiefe bemerkt. 
Die Phosphatkonzentration im Porenwasser erreicht hier Werte bis zu 
1000 pmol/1.
	        
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