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Full text: Jahresbericht 1982

Meereskunde 
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gemessen. Der Jahreszeit entsprechend war an diesen Stationen das Wasser 
in allen Tiefen nahezu sauerstoffgesättigt. 
Überwachung des Meerwassers auf Schwermetalle: 
Die Messung der Konzentration von Cadmium, Kupfer, Eisen, Mangan und. 
Nickel im Meerwasser durch elektrothermische Atomabsorptionsspektrome- 
trie und von Quecksilber durch Kaltdampf-Atomabsorptionsspektrometrie 
nach Anreicherung an Gold stand im Mittelpunkt der Arbeiten. Auf einer 
Kette von 23 Stationen des Überwachungsnetzes des DH1, das sich von der 
inneren Flensburger Förde entlang der Küste der Bundesrepublik Deutsch 
land über die Kieler, Lübecker und Mecklenburger Bucht bis zur Arkonasee 
und zum Bornholmtief erstreckt, wurden Wasserproben in verschiedenen 
Tiefen genommen. Hierbei Wurden neben den schon früher geschilderten 
Clean Benches die neuentwickelten "Mercos"-Schöpfer eingesetzt. 
Die Verpflichtungen zur Überwachung der inneren Deutschen Bucht auf 
Schwermetalle wurden wie in den Vorjahren erfüllt. Diese umfassen die 
Bestimmung von Cadmium und Quecksilber in ungefiltertem und gefiltertem 
Meerwasser auf 7 Stationen in der Helgoländer Bucht für die Joint Moni 
toring Group der Übereinkommen von Oslo und Paris. Für das gemeinsame 
Bund/Länder-Meßprogramm für die Küstengewässer der Nordsee wird auf 6 
Stationen in der Hohen See vor den Mündungen der Flüsse Ems, Weser und 
Elbe sowie bei der Forschungsplattform "Nordsee" das Meerwasser auf 
Quecksilber, Cadmium, Kupfer und Nickel überwacht. Aus den jetzt für 3 
Jahre vorliegenden Datensätzen läßt sich am Beispiel des Cadmiums ein 
interessantes Ergebnis aufzeigen: Die Daten der Jahre 1980, 1981 und 
1982 ergeben, wie in dem Vorschlag der EG für eine Cadmium-Richtlinie 
gefordert, als arithmetische Mittel der Ergebnisse eines Jahres recht 
gleichmäßige Werte um 50 ng/1. In Abbildung 10 sind die 6 Datensätze 
als Histogramme zusammen mit den Jahresmittelwerten dargestellt. Ein 
zeitlicher Trend der Mittelwerte läßt sich nicht erkennen. 
Einen bedeutenden Beitrag zur internationalen Verbesserung der Überwa 
chung stellte das im September in Nantes (Frankreich) durchgeführte 
Großexperiment des ICES zum Vergleich der Probenentnahmemethoden für 
Schwermetalle im Meerwasser dar (ICES, Fifth Round Intercalibration for 
Trace Metals in Seawater). Hierzu war das DHI aufgrund seiner hervorra 
genden Analysenergebnisse in vorhergehenden Interkalibrationsrunden als 
Mitglied der Kerngruppe eingeladen worden. Die Untersuchungen konzen 
trierten sich vor allem auf den Einfluß der Filtrationsmethoden an Bord 
und im Labor auf die Qualität der Meßwerte und auf eine Verbesserung der 
Analysenverfahren für Quecksilber. Das DHI gestaltete Experimente an 
Bord eines niederländischen Überwachungsschiffes und im französischen 
Fischereiforschungsinstitut mit; außerdem wurden durch Lehrveranstaltun 
gen Kenntnisse und Erfahrungen an weniger geübte europäische Überwa 
chungslaboratorien weitervermittelt. 
2.2.3.2 Radioaktivität des Meeres 
Überwachung im KUstenbereich: 
Auf den Feuerschiffen "Borkumriff" und "Deutsche Bucht" wurden monatlich
	        
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