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Full text: Jahresbericht 1982

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37. Jahresber. Dt. Hydrogr. Inst. 1982 
Überwachung des Nährstoff- und Sauerstoffgehalts in der Deutschen Bucht 
und westlichen Ostsee: 
In Zusammenarbeit mit dem Institut für Meeresforschung, Bremerhaven, der 
Bundesforschungsanstalt für Fischerei und der Biologischen Anstalt Hel 
goland wurde in den Sommermonaten der Sauerstoffgehalt in der Deutschen 
Bucht regelmäßig überwacht. 
Ende August wurden während der Überwachungsfahrt mit dem FS "Gauß” neben 
den im Gemeinsamen Bund/Länder-Meßprogramm für die der Nordsee verein 
barten Messungen der Sauerstoff- und der Nährstoffgehalt an mehr als 50 
Stationen bestimmt. 
In Teilbereichen der Deutschen Bucht wurde wieder ein niedriger Sauer 
stoffgehalt gemessen. Während nach Messungen des Vorjahres noch angenom 
men wurde, das Vorkommen eines sehr niedrigen Sauerstoffgehalts bliebe 
auf die tieferen Bereiche der Deutschen Bucht beschränkt, wurde 1982 
auch im flacheren Bereich (15 m) vor der Insel Sylt ein bemerkenswert 
niedriger Sauerstoffgehalt (2,3 ml/1, entsprechend 39 % des Sättigungs 
gehalts) gefunden. Nordwestlich des Einbringungsgebietes für Abfälle aus 
der Titandiöxid-Produktion fiel der Sauerstoffgehalt unterhalb der 
Sprungschicht auf 2 ml/1 (34 % Sättigung). 
Das stürmische Wetter gegen Ende August führte dann zum Aufbrechen der 
Schichtung und zur Belüftung des bodennahen Wassers. 
Auch bei größeren Wassertiefen, z. B. im Helgoländer Loch und im Elbe- 
Urstromtal, war keine Temperaturschichtung festzustellen, die Sauer 
stof fwerte lagen in allen Wassertiefen bei 90 % des Sättigungsgehalts. 
Erst nördlich der Weißen Bank kamen noch Wasserschichten mit geringerem 
Sauerstoffgehalt (um 50 % Sättigung) vor. 
ln der westlichen Ostsee wurde vom 12. bis 20. August der Nährstoff- und 
Sauerstoffgehalt an den im Überwachungsprogramm des Helsinki-Übereinkom 
mens und im nationalen Uberwachungsprogramm der Bundesrepublik Deutsch 
land festgelegten 23 Stationen bestimmt. Die Ergebnisse waren wesentlich 
günstiger als im Vorjahr: In den kritischen bodennahen Wasserschichten 
lagen der Nährstoffgehalt niedriger und der Sauerstoffgehalt höher als 
zur gleichen Zeit des Jahres 1981. Schwefelwasserstoff wurde diesmal nur 
im bodennahen Wasser der inneren Flensburger Förde und im Bornholmtief 
gefunden. 
Im November wurden während der "Meteor"-Fahrt Nr. 63 die Sauerstoff- und 
Schwefelwasserstoffmessungen im Bornholmtief wiederholt und auf die wei 
ter nordöstlich liegenden Überwachungsstationen des Helsinki-Übereinkom 
mens ausgedehnt. 
Hauptaufgabe der Fahrt war die Untersuchung der Stagnation (mangelnde 
Wassererneuerung) in den bodennahen Wasserschichten der tieferen Ostsee 
becken. Dazu wurden auf zwei Schnitten, die mit 10 Meßstationen durch 
das Gotlandtief und mit 15 Stationen durch das Landsorttief verliefen, 
Sauerstoff und Schwefelwasserstoff bestimmt. 
Zum Vergleich mit den im August gewonnenen Überwachungsdaten wurden auf 
der Rückfahrt an den zwischen Arkonabecken und Fehmarnbelt gelegenen 
Überwachungsstationen Temperatur, Salzgehalt und Sauerstoffgehalt erneut
	        
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