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Full text: Jahresbericht 1982

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37. Jahresber. Dt. ; Hydrogr. Inst. 1982 
Vermessungsprogramm wurde gemeinsam vom DHI (FuE-Programm) und der DFG 
getragen. Vom Erdmagnetischen Observatorium Wingst wurde der nördliche 
Teil des Landes vermessen, vom Geomagnetischen Observatorium Fürsten 
feldbruck der südliche Teil. Die Stationen auf Borkum und Helgoland wur 
den mit dem FS "Gauß" angefahren. 
Im Zusammenhang mit der Landesvermessung standen zwei Stationsvergleiche 
der beiden beteiligten Observatorien. Ebenso wurden mit den Instrumenten 
des Observatoriums Brorfelde (Dänemark) Vergleichsmessungen in Wingst 
durchgeführt. Aus den Ergebnissen konnten Rückschlüsse auf die Stabili 
tät der Bezugsniveaus abgeleitet werden. 
Unter der Federführung des DHI wurde der Momentanwert-Vergleich mit 22 
europäischen Observatorien fortgesetzt und auch im DHI ausgewertet; die 
beteiligten Stationen erhielten die Monatsmittel der Differenzen und ei 
ne Übersicht der von den Säkularvariationen befreiten maximalen Schwan 
kungen dieser Monatsmittel. Zusätzlich wurde eine Zusammenfassung und 
Interpretation der Ergebnisse der vergangenen Vergleichsjahre vorgelegt. 
Die Variationen von 1982 sind als Minutenwerte abgespeichert. Vorläufige 
Tages- und Monatsmittel wurden in Wingst berechnet und veröffentlicht. 
Mikrofilme der analogen Registrierungen im Bereich der Variationen und 
Pulsationen wurden den Weltdatenzentren zugesandt. Verschiedene Institu 
te erhielten regelmäßig oder auf Anforderung Kopien der Magnetogramme. 
Wie in den Vorjahren wurde monatlich ein Bericht über die magnetische 
Aktivität (Kennziffern und Effekte) herausgegeben. Die Kennziffern wur 
den außerdem im Monthly Report des Forschungsinstituts der Deutschen 
Bundespost veröffentlicht. 
Es ist mit Vorarbeiten für eine Direktübertragung der Variationen von 
Wingst zum Fernmeldetechnischen Zentralamt in Darmstadt begonnen worden. 
Der Zweck der Übertragung - die Ableitung qualitativer Aussagen über die 
Aktivität des Magnetfeldes zum Zeitpunkt der Übertragung - wurde in ei 
ner Verwaltungsvereinbarung zwischen dem DHI und dem Forschungsinstitut 
der Deutschen Bundespost festgelegt. 
Die Zusammenarbeit innerhalb der "Arbeitsgemeinschaft Ionosphäre der 
deutschen geophysikalischen Institute" und der URSI wurde fortgesetzt. 
Ende 1981 begannen die Vermessungsämter der Länder der Bundesrepublik 
Deutschland in Wingst mit Untersuchungen ihrer automatischen Nivelliere 
auf magnetische Einflüsse hin. Es besteht der Verdacht, daß über koerzi- 
tive Verunreinigungen in den Gehängen Höhenprofile unter dem Einfluß des 
erdmagnetischen Feldes systematisch verfälscht wurden. 
Erdmagnetische Kartographie: 
Der Atlas und die Karteien der Observatoriumswerte und der "Gebiete un 
sicherer Mißweisung" wurden wie bisher unter Berücksichtigung ausländi 
schen Materials weitergeführt. Ferner wurden Beiträge über Mißweisung 
und Störgebiete für vier Seehandbücher geliefert. 
Für 44 Seekarten wurden 119 Mißweisungswerte errechnet und 37 "Gebiete 
unsicherer Mißweisung" nachgewiesen. Zwei Isogonenkarten sind entworfen
	        
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