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Full text: Jahresbericht 1982

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37. Jahresber. Pt. Hydrogr. Inst. 1982 
So wurden mit dem vom SFB 94 gecharterten Forschungskutter "Regulus” die 
beiden Bruckdosenarrays im Meßfeld Sylt abgebaut. Diese Meßeinrichtungen 
hatten in den vergangenen Jahren z. T. kontinuierlich über Monate sehr 
große Datettmengen (2 Messungen pro Sekunde und Druckdose) geliefert» die 
noch ausgewertet werden. Aus ihnen lassen sich hochaufgelöste Richtungs 
spektren des Seegangs im Flachwasser berechnen. 
Während zweier Fahrten mit dem FS "Gauß" wurden einfachere Meßmethoden 
des Seegangsrichtungsspektrums mit dem Schiffsradar erprobt. Dabei wur 
den gleichzeitig Messungen mit den bewährten Pitch-und-Roll-Bojen zum 
Vergleich herangezogen. Vorläufig werden die Radarbilder (bei abgeschal 
teter Seegangsenttrübung) vom Schirm abfotografiert und die Aufnahmen 
mit einem optischen Abtastsystem digitalisiert. Aus diesen Daten wird 
mit Hilfe einer mehrdimensionalen Fouriertransformation das Richtungs 
spektrum des Seegangs berechnet. 
Die Ergebnisse zeigen, daß mit einem Schiffsradar nicht nur qualitative 
Angaben über die Laufrichtung der Wellen abgeschätzt werden können, son 
dern auch das vollständige Richtungsspektrum bestimmt werden kann. Au 
ßerdem sind Beeinflussungen des Seegangs z. B. durch Strömungen (Strö 
mungskanten) und die Bodentopographie in Flachwasser (Untiefen) im Ra 
darbild erkennbar. 
Die Seegangsdauermeßstation bei der Forschungsplattform "Nordsee*' (FPN) 
wurde ausgewechselt, eine zweite Dauermeßstation mit Waverider-Bojen 
6 km vor Sylt eingerichtet. Die Station bei der FPN übermittelt teleme- 
trisch bereits seit zwei Jahren ohne Unterbrechung Seegangsdaten. Diese 
Daten sind besonders für die Verifikation des Flachwassermodells (s. u.) 
von Bedeutung. 
in Zusammenarbeit mit dem SFB 94 wurde die Verifikation des beim Deut 
schen Wetterdienst installierten (vom SFB und DH1 entwickelten) See 
gangsvorhersagemodells fortgesetzt. Änderungen am atmosphärischen Modell 
machten zunächst weitere Vergleichsanalysen erforderlich. 
Beim Amt für Wehrgeophysik in Traben-Trarbach wurde die erste Version 
eines Flachwasser-Seegangsmodells für die Nordsee anstelle des bisher 
versuchsweise eingesetzten Tiefwassermodells eingerichtet. Der Vergleich 
zwischen berechneten und gemessenen Seegangshöhen ergab eine so gute 
Übereinstimmung, daß der Geophysikalische Beratungsdienst bereits in 
Kürze Seegangsvorhersagen für die Nordsee in Form von Hellfax-Karten 
verbreiten will. 
Das DHI beteiligte sich an der Arbeit des Arbeitskreises "Luftüberwa- 
chung von Ölverschmutzungen im Bereich See/Küste". 
2.2.2 Physikalische Zustandsgrößen j 
2.2.2.1 Physikalische Meerwassereigenschaften 
Messungen auf Seer 
Vom 19. Mai bis zum 6. Juli wurden auf der 61. Reise des FS "Meteor" im 
Seegebiet zwischen Island und Spitzbergen hydrographische Untersuchun-
	        
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