Meereskunde
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Vorhersagen und Beobachtungen ausgetauscht. Der britische Sturmflutwarn-
dienst übermittelte wie in den Vorjahren Wasserstandsbeobachtungen von
der schottischen und englischen Ostküste.
Amtliche und private Stellen erhielten mündliche und schriftliche Aus
künfte. Bei Ölunfällen und ähnlichen die Meeresverschmutzung betreffen
den besonderen Vorkommnissen wurden Meldungen weitergeleitet und im Be
darfsfall erste Beratungen erteilt.
Über den Rundfunk bzw. den Fernsprechansagedienst der Bundespost ln Ham
burg wurden 26 Sturmflutwarnungen ausgegeben (Abb. 7). Warnungen an die
Schiffahrt vor besonders niedrigen Wasserständen und Sturmflutwarnungen
für die deutsche Ostseeküste ergingen nicht. Ein fester Empfängerkreis,
dem 295 Behörden und private Interessenten angehören, erhielt 1807 War
nungen.
Abb. 7: Sturmflutwarnungen und Strumfluten 1982: Die Pfeile geben Zeit
und Höhe der Warnungen an, die Balken den am Pegel Hamburg -
St.Pauli eingetretenen Wasserstand. Warnhöhen und Wasserstände
beziehen sich auf das örtliche mittlere Hochwasser.
2.2.1.5 Seegang
Die Arbeiten entwickelten sich in zwei Richtungen:
a) Auf experimentellem Gebiet wurden komplizierte, aufwendige Meßein
richtungen abgebaut, mit Entwicklungen neuer einfacherer Meßmetho
den begonnen und weitere Dauermeßstationen aufgebaut.
b) Die Forschungsergebnisse wurden in zunehmendem Maße für die Entwick
lung routinemäßig anwendbarer Berechnungsverfahren für die Seegangs
vorhersage und für Langzeitstatistiken des Seegangs, die von Schiff
fahrt und Offshore-Industrie dringend benötigt werden, genutzt.