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Full text: Jahresbericht 1982

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37. Jahresber. Dt. Hydrogr. Inst. 1982 
Niedrigwasserbeobachtungen fortlaufend gesammelt, meist in Form von Was 
serstandslisten. Die Beobachtungen von 10 Pegeln des Elbegebietes gingen 
auf Magnetbändern ein. 150 Beobachtungsreihen, einschließlich der von 
Watt- und Vermessungspegeln, wurden auf Magnetband aufgenommen. 
Aus Hoch- und Niedrigwasserbeobachtungen wurden Fourierdarstellungen der 
halbmonatlichen Ungleichheiten und daraus die nonharmonischen Gezeiten 
grundwerte und Gezeitenunterschiede von über 135 Pegelstellen der deut 
schen Nordseeküste neu abgeleitet. Es handelte sich um über 400 Fourier 
analysen und 290 Fouriersynthesen. Die meisten der untersuchten Beobach 
tungsreihen stammten aus dem jüngsten Zeitraum, ein Teil jedoch auch aus 
vergangenen Jahren. Diese Arbeiten dienen zum Laufendhalten der Gezei 
tentafeln. 
Die Vorausberechnungen für die 13 deutschen Bezugsorte für die Gezei 
tentafeln 1984 beruhen auf Analysen des Beobachtungszeitraumes 1963 bis 
1981. 
Unter Benutzung von Gezeitengrundwerten, die aus Watt- und Vermessungs 
pegelbeobachtungen abgeleitet wurden, sind die Karten der Linien glei 
chen mittleren Hochwasserzeitunterschiedes und die Karten der Linien 
gleichen mittleren Springtidenhubs überarbeitet worden. Für die Seever 
messung wurden 10 Wasserstandserrechnungskarten der deutschen Vermes 
sungsgebiete zum Beschicken der Lotungen entworfen* 
Zahlreiche Auskünfte über Gezeiten und Wasserstände wurden an Schiff 
fahrtskreise, Seeämter, Gerichte und Privatpersonen erteilt. 
Die Arbeiten am numerischen Wasserstandsmodell konnten wieder weiterge 
führt werden, jedoch nicht in vollem Umfang, da vordringliche Arbeiten 
an allgemeinen Programmsystemen erledigt werden mußten. Das Wasser 
standsmodell wird zur Zeit mit Daten für den Fluß Weser eingehend ge 
testet. 
2.2.1.4 Wasserständsvorhersage- und Sturmflutwarndienst 
Der WasserStandsvorhersage- und Sturmflutwarndienst wurde wie bisher un 
ter Beteiligung mehrerer Wissenschaftler wahrgenommen und vom Seewetter 
amt wetterkundlich beraten. 
Der Norddeutsche Rundfunk, der Westdeutsche Rundfunk, Radio Bremen und 
der Deutschlandfunk verbreiteten regelmäßig die Vorhersage der Hochwas 
serstände an der deutschen Nordseeküste, bei Emden, Bremen und Hamburg. 
Die Radarzentralen Knock, Bremerhaven, Cuxhaven und der Schiffsmelde 
dienst in Hamburg erhielten mindestens zweimal täglich Vorhersagen für 
die Hoch- und Niedrigwasser auf ihren Revieren. Außerhalb der regulären 
Dienstzeit konnte die jeweils ausgegebene Wasserstandsvorhersage über 
einen automatischen Anrufbeantworter abgerufen werden. 
Der Geophysikalische Beratungsdienst der Bundeswehr und die Wetterämter 
Bremen und Schleswig erhielten vereinbarungsgemäß Vorhersagen und War 
nungen. 
Mit den Sturmflutwarndienststellen der Niederlande und Dänemarks wurden
	        
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