58
39. Jahresber. Dt. Hydrogr. Inst» 1984
über Streulicht durchgeführt. Die Ergebnisse über das unvermeidbare
Streulicht außerhalb des Ausstrahlungsbereichs stimmt mit den Meßergeb
nissen im lichttechnischen Labor überein.
Wegen einer Neuordnung der Farbbereichsgrenzen und Lichtstärken in den
europäischen Binnenländern wurden Reichweiten zugelassener Signalleuch
ten für Binnenschiffe gemessen.
An einer Petroleum-Sturmlaterne (Feuerhandlaterne) wurden Flammenhöhen
und die daraus resultierenden Lichtstärken in Dauerversuchen gemessen.
Diese Laternen waren für die Kennzeichnung festgemachter, unbekannter
Leichter auf Binnenschiffahrtstraßen vorgesehen, aber Meßergebnisse und
Versuche im Windkanal lassen eine Verwendung dieser Laternen nicht zu.
Aufgrund der international geänderten lichttechnischen Anforderungen
(SOLAS) an Rettungslichter für Rettungsmittel wurden Vergleichsmessungen
an Xenon-Entladungsblitzröhren und schnellen Transientenrekordern bzw.
Digitalspeichern zur Einrichtung eines Meßplatzes für die Prüfung der
Rettungslichter durchgeführt.
In einer Unfal1untersuchungssache Wurden für das Bundesoberamt licht-
technische Messungen an Signallaternen vorgenommen und in praktischen
Versuchen auf See Ermittlungen über die getrennte Erkennbarkeit über
und nebeneinander angeordneter Signallaternen angestellt.
Es wurden Untersuchungen über die Verwendung elektronischer Zusatzgeräte
zur automatischen Steuerung und Synchronisierung mehrerer Meßgeräte für
Schalldruckmessungen im schallarmen Meßraum durchgeführt. Die Ergebnisse
waren erfolgreich, so daß Prüfabläufe und Prüfergebnisse präzisiert wer
den konnten.
Bei unterschiedlichen Bodenreflexionsgraden im schallarmen Meßraum wur
den sinusförmige und sinusähnliche Signale untersucht. Dabei zeigte
sich, daß bei Messungen von Sinussignalen mit Frequenzen unterhalb
500 Hz nur bei großen Mikrofonabständen (mindestens 2 m) und genügend
großem Abstand des Prüflings vom Boden ähnliche Verhältnisse herrschen
wie in einem reflexionsfreien Meßraum mit Gehnetz.
Weitere Versuche zur Erhöhung der RadaraufFaßbarkeit von aufblasbaren
Rettungsflößen durch Ausrüstung mit Radarreflektoren zeigten erneut, daß
die Konstruktion von geeigneten Radarreflektoren und deren Anbringung
große Probleme mit sich bringen.
Außer den Anlagen, die bei der Baumusterprüfung zwingend einer EMV- Prü
fung zu unterziehen sind, wurden auch alle anderen - soweit es zeitlich
vertretbar war - auf ihre EMV untersucht. Bei den Funknavigationsanlagen
wurden zudem EMV-UnterBuchungen auch unter Einsatzbedingungen auf FS
"Gauß" ausgeführt. Durch die Vielzahl von Untersuchungen haben sich in
zwischen einige Prüfungsverfahren als sehr aussagekräftig und wirkungs
voll herauskristallisiert.
Für die Erprobung der mit Mitteln des BMFT entwickelten Navigationsan
lage für das Global Positioning System - NAVSTAR (GPS-NAVSTAR) wurde die
Planung fortgesetzt.