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39. Jahresber. Dt. Hydrogr. Inst. 1984
Ebenso wie die meteorologischen Standardbeobachtungen werden auch Meß
daten eines großen Teils der driftenden Bojen über das GTS ausgetauscht.
Soweit diese Daten für Wissenschaftler oder Dienste des DHI nötig sind,
werden auch diese gesammelt.
Viele Küstenstationen übermitteln neben den meteorologischen Daten auch
ozeanographische Informationen, wie z. B. Wasseroberflächentemperatur,
Strömung und Seegang.
Eine weitere Quelle für ozeanographische Informationen sind Klartext
meldungen, die von Diensten anderer Nationen zusammengestellt wurden.
Hierzu gehören vor allem Eisberichte, Wasseroberflächentemperaturen
ausgewählter Stationen sowie Wasserstandswerte des britischen Sturm
flutwarndienstes.
Seit Einführung des numerischen Modells zur Vorhersage von Sturmfluten
werden regelmäßig die Luftdruckanalysen, die 12-h-, 24-h- und 36-h-
Luftdruckvorhersagen für den Nordatlantik und die Nordsee vom Deutschen
Wetterdienst übermittelt und sofort in das numerische Modell eingegeben.
Der überwiegende Teil der operationeil gesammelten Daten (etwa 95 %)
fließt über eine direkte Leitung zur AFSV des Deutschen Wetterdienstes.
Die restlichen 5 % der Daten werden über Telex, Telefon oder als
schriftliche Protokolle dem DHI übermittelt.
Abb. 10 zeigt ein schematisches Bild der Datenverarbeitung, über eine
Standleitung (HfD) zu der AFSV laufen danach die Daten als Bulletins
kontinuierlich in einen Mikro-Prozeßrechner und werden dort, gegebenen
falls mehrere Tage, gespeichert. In regelmäßigen Abständen von 5 Minuten
werden die Daten in den Rechner des GRZ-DHI eingespeist. Dort werden die
einzelnen Bulletins, entsprechend den Wünschen der Benutzer, auf Benut-
1S0 [60 ['HO 120 100 80 60 HO 20 0 -20 -HO -60 -60 -100 -120 -3H0 -160 -18'
1BO 160 1H0 120 100 80
60 -80 -l 00 -120 -na -ISO -ISO
Abb. 9: Geographische Verteilung der im DHI von Januar bis Juni 1984 ge
sammelten IGOSS—Daten.