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Full text: Jahresbericht 1984

Meereskunde 
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der offenen See, so daß die Werte unmittelbar verglichen werden können. 
Die Ergebnisse zeigen für alle Metalle einen exponentiellen Abfall der 
Konzentration (bezogen auf den Salzgehalt) vom Flußwasser bis zur offe 
nen See. Aus dem Salzgehalt kann das Verhältnis zwischen Elbwasser und 
Meerwasser bestimmt werden. Besonders bei Quecksilber (Abb. 5) wurde die 
bisherige Annahme bestätigt, daß die Elbe für dieses Schwermetall die 
herausragende "punktförmige" Quelle für den Eintrag in die Deutsche 
Bucht bildet. Ein weiteres Beispiel, hier in einer filtrierten Wasser 
probe, zeigt Abb. 6 für das Schwermetall Nickel. 
Gemeinsam mit der BFA wurde ein aus Mitteln des BMFT finanziertes For 
schungsprojekt ausgeführt. Im DHI wurden hierbei partikuläres und gelö 
stes Eisen und Mangan im Meerwasser bestimmt, und zwar an den gleichen 
Stationen, an denen von der BFA Versuchshols von Fischen genommen wur 
den. Die Untersuchungen fanden in der Nordsee, und zwar in den Küsten 
gewässern, in der Umgebung des Einbringungsgebiets für die Abwässer der 
Titandioxid-Froduktion nordwestlich von Helgoland und in vermutlich un 
belasteten Meeresbereichen der zentralen Nordsee statt. Ziel ist, mög 
liche Korrelationen zwischen dem aus dem Dumping von Abfallösungen der 
Titandioxid-Produktion und dem aus natürlichen Quellen stammenden Eisen 
und Mangan im Meerwasser einerseits und dem Auftreten gewisser Fisch 
krankheiten andererseits herauszufinden. 
Die Herstellung und der Vertrieb des im DHI entwickelten sehr kontami 
nationsarmen Teflon-WasserschÖpfers "MERCOS" zur Probenentnahme von 
Sehwermetallen im Meerwasser konnte einer Spezialfirma in Lizenz über 
tragen werden. Die in gemeinsamer Weiterentwicklung fertiggestellte neue 
Konfiguration des Schöpfers zeigt Abb. 4, Die hier verwendeten kugel 
förmigen Teflon-Flaschen (Volumen etwa 650 ml) zeigten bei einigen Exem 
plaren im Drucktankversuch eine Festigkeit bis zu einer simulierten Was 
sertiefe von 4000 m.
	        
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