Meereskunde
37
der offenen See, so daß die Werte unmittelbar verglichen werden können.
Die Ergebnisse zeigen für alle Metalle einen exponentiellen Abfall der
Konzentration (bezogen auf den Salzgehalt) vom Flußwasser bis zur offe
nen See. Aus dem Salzgehalt kann das Verhältnis zwischen Elbwasser und
Meerwasser bestimmt werden. Besonders bei Quecksilber (Abb. 5) wurde die
bisherige Annahme bestätigt, daß die Elbe für dieses Schwermetall die
herausragende "punktförmige" Quelle für den Eintrag in die Deutsche
Bucht bildet. Ein weiteres Beispiel, hier in einer filtrierten Wasser
probe, zeigt Abb. 6 für das Schwermetall Nickel.
Gemeinsam mit der BFA wurde ein aus Mitteln des BMFT finanziertes For
schungsprojekt ausgeführt. Im DHI wurden hierbei partikuläres und gelö
stes Eisen und Mangan im Meerwasser bestimmt, und zwar an den gleichen
Stationen, an denen von der BFA Versuchshols von Fischen genommen wur
den. Die Untersuchungen fanden in der Nordsee, und zwar in den Küsten
gewässern, in der Umgebung des Einbringungsgebiets für die Abwässer der
Titandioxid-Froduktion nordwestlich von Helgoland und in vermutlich un
belasteten Meeresbereichen der zentralen Nordsee statt. Ziel ist, mög
liche Korrelationen zwischen dem aus dem Dumping von Abfallösungen der
Titandioxid-Produktion und dem aus natürlichen Quellen stammenden Eisen
und Mangan im Meerwasser einerseits und dem Auftreten gewisser Fisch
krankheiten andererseits herauszufinden.
Die Herstellung und der Vertrieb des im DHI entwickelten sehr kontami
nationsarmen Teflon-WasserschÖpfers "MERCOS" zur Probenentnahme von
Sehwermetallen im Meerwasser konnte einer Spezialfirma in Lizenz über
tragen werden. Die in gemeinsamer Weiterentwicklung fertiggestellte neue
Konfiguration des Schöpfers zeigt Abb. 4, Die hier verwendeten kugel
förmigen Teflon-Flaschen (Volumen etwa 650 ml) zeigten bei einigen Exem
plaren im Drucktankversuch eine Festigkeit bis zu einer simulierten Was
sertiefe von 4000 m.