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Full text: Jahresbericht 1984

Meereskunde 
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Iee Center (USA) vereinbart, die wöchentliche amerikanische Eiskarte per 
Telekopierer direkt nach Hamburg zu überspielen und durch Telexberichte 
zu ergänzen. Der Austausch von Eismeldungen mit den von der Vereisung 
betroffenen Anliegerstaaten det Nord- und Ostsee verlief reibungslos* 
Das Seewetteramt beriet in gewohnter Weise den Eisdienst meteorologisch. 
Die deutschen Eisbeobachtungen des vergangenen Winters und auch früherer 
Jahre wurden in die Eisdatenbank übernommen. Damit sind 39 Winter der 
Nord- und der westlichen Ostseeküste in der Datenbank erfaßt; von der 
mecklenburgischen Küste sind es 26 Winter. Mehrere EDV-Programme wie ein 
Druckprogramm zur Übernahme der verschlüsselten Eismeldungen in die Eis 
berichtsvorlage, Plotprogramme für die Eisstatistik, ein Programm zur 
Umkodierung des internationalen Eisschlüssels für Schiffsbeobachtungen 
in den Datenbankkode wurden entwickelt. Umfangreiche Korrekturarbeiten 
am Datenbankinhalt waren vorzunehmen. 
Die eisklimatologischen Arbeiten über die Westliche Ostsee und die Ant 
arktis (hauptsächlich im atlantischen Sektor) wurden fortgesetzt. 
Für Reedereien und Industriebetriebe wurden zahlreiche Gutachten ange 
fertigt . 
Fernerkundung: 
Wie bisher wurden die Koordinierungsaufgaben für ozeanographisehe Fragen 
bei der Fernerkundung wahrgenommen. Im Vordergrund standen Arbeitssit 
zungen beim BMFT und der DFVLR im Zusammenhang mit der Nutzung des von 
der ESA für 1988 konzipierten europäischen Erderkundungssatelliten ERS-1 
(ESA Remote Sensing Satellite) und diesbezüglicher Begleitprogramme. 
Im Frühjahr wurde in Zusammenarbeit mit der DFVLR erstmals in der Bun 
desrepublik Deutschland an einem Pilotprojekt zur Fernübertragung und 
Nahe-Echt zeit-Verarbeit ung von hochauflösenden Wettersatellitenaufnahmen 
gearbeitet. Dieses Projekt hatte vor allem zum Ziel, die technische 
Durchführbarkeit am Beispiel der Erfassung der Eisbedeekung und Ober 
flächentemperaturen in der Ost- und Nordsee zu demonstrieren. Die bei 
München empfangenen Satellitendaten wurden über eine Postleitung (Da- 
tex-P) nach Hamburg auf ein "Dezentrales Terminal" überspielt und im 
interaktiven Dialog mit dem Zentralrechner der DFVLR in Oberpfaffenhofen 
aufbereitet und ausgewertet. Die Ergebnisse konnten u. a. direkt für den 
operationeilen Eisdienst (z. B. zur Erstellung von Berichten und Karten) 
verwendet werden. 
Zur Realisierung des in deutsch-kanadischer Zusammenarbeit entwickelten 
Projekts "Remote Sensing of Sea Iee" fanden in der zweiten Maihälfte 
Felduntersuchungen vor der Labradorküste statt, die dort während der 
Reise Arktik II/l des PFVS "Polarstern" (Federführung: Hamburgische 
Schiffbau-Versuchsanstalt) durchgeführt werden konnten. Das DHI betei 
ligte sich auch am ersten Teil des anschließenden sechswöchigen For 
schungsprogramms der "Polarstern" in der nördlichen Grönlandsee. Dort 
wurde von Mitte Juni an mit MIZEX 1 84 das im Vorjahr begonnene inter 
nationale "Marginal Iee Zone Experiment" fortgesetzt. In beiden Gebieten 
wurden schwerpunktmäßig folgende Arbeiten durchgeführt: Gewinnung von 
Datenmaterial über die Eisverhältnisse zur Verifikation von Satelliten- 
und Flugzeug-Meßdaten, Dokumentation der Eisverhältnisse anhand von
	        
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