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39. Jahresber. Dt. Hydrûgr. Inst. 1984
ben. Von der deutschen Industrie wurden insbesondere Auskünfte Uber
asiatische Gewässer angefordert.
Für die Herausgabe der Sammlung "Ozeanographie 1983" wurde redaktionelle
Arbeit geleistet.
Als deutscher Beitrag für die Nordseeschutzkonferenz wurde für die leihe
"Meereskundliche Beobachtungen und Ergebnisse" der Bericht "Gütezustand
der Nordsee" redaktionell betreut.
Deutsche Wissenschaftliche Kommission für Meeresforschung (DWK):
Zur Unterstützung der naturwissenschaftlichen Forschung für die Seefi
scherei und im Interesse der Zusammenarbeit zwischen dem DHI und der
Bundesforschungsanstalt für Fischerei finanzierte die DWK weiterhin zwei
Mitarbeiter beim DHI, die die wöchentlichen quasisynoptischen Oberflä
chentemperaturkarten im 16. Jahr herausgaben.
Zusätzlich wurden dem Interessentenkreis die monatlichen Temperaturano
malien und Informationen über die thermischen Verhältnisse im Bodenwas
ser der Nordsee mitgeteilt.
Die DWK-Mitarbeiter führten auf vier Reisen mit dem FFS "Anton Dohrn"
(Reisen Nr. 132, 133, 135) und "Walther Herwig" (Reise Nr. 67) hydro
graphische Beobachtungen zur Unterstützung der fischereibiologischen
Arbeiten aus.
2.2.2.2 Eisdienst
Der Winter 1983/1984 war an der Nordseeküste "eisarm"; an der westlichen
Ostseeküste gehörte er zum unteren Drittel der "durchschnittlichen Eis
winter" . Seit 1896/1897, dem Beginn regelmäßiger Eisbeobachtungen, hat
ten an der Nordseeküste 17 Winter noch weniger Eis, an der westlichen
Ostseeküste waren es 36 Winter. Im übrigen Ostseeraum war der Winter
normal.
In den heimischen Gewässern trat das Eis in der Zeit vom 13. bis 27. De
zember 1983 und vom 14. bis 29. Februar 1984 auf. Von der Eisbildung be
troffen waren lediglich die inneren Teile der Wattengebiete und des
Jadebusens, die Elbe oberhalb Glückstadt, die Schlei, die Trave und
mehrere kleine Ostseehäfen. An einigen Tagen war die Kleinschiffahrt
behindert.
Vom 24. November 1983 bis zum 25. Mai 1984 wurden 128 gedruckte Eisbe
richte und 50 Eiskarten herausgegeben und 149 telefonische Auskünfte er
teilt. Das Seewetteramt erhielt für Bildfunksendungen 64 Eiskarten vom
Neufundlandbankgebiet, ln dem in der Saison 1984 extrem viele Eisberge
(2200 ist eine Rekordzahl seit dem Jahr 1900) gesichtet wurden. Die
Küstenfunkstelle Norddeich Radio bekam 20 Eisberichte übet die Weddel-
See zur Weiterverbreitung an das PFVS "Polarstern"; 14 Eisberichte wur
den zur Beratung des deutschen Antarktisversorgers MS "Icebird" abge
setzt. Wegen der gesteigerten Nachfrage nach aktuellen Informationen
über die Eisverhältnisse in der Antarktis wurde mit dem Navy-NOAA Joint