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Full text: Jahresbericht 1984

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39. Jahresber. Dt. Hydrogr. Inst. 1984 
Vom 10, bis 25. Oktober fand zu Frontenuntersuchungen eine Forschungs 
reise in die Deutsche Bucht statt, auf der die hydrographischen Verhält 
nisse gemessen und in Zusammenarbeit mit dem Sachgebiet "Vermischung" 
ein Rhodamin-Experiment ausgeführt wurde. 
Die Deutsche Wissenschaftliche Kommission für Meeresforschung wurde 
durch ozeanographische Untersuchungen auf der 136. Reise des FFS "Anton 
Dohrn" unterstützt. 
Datenauswertung und Ergebnisse: 
Von den Feuerschiffen der Nord- und Ostsee, von Überwachungsfahrten und 
von Forschungsreisen gingen etwa ll 600 Seewasserproben ein, deren elek 
trische Leitfähigkeit im Labor gemessen und deren Salzgehalt daraus be 
rechnet wurde. Durch erhöhte Genauigkeitsanforderungen und einen damit 
erhöhten Zeitbedarf sind manchmal Engpässe beim Salinometrieren aufge 
treten. Die regelmäßigen Temperatur- und Salzgehaltsbeobachtungen der 
deutschen Feuerschiffe wurden analysiert und mit dem langjährigen Mittel 
verglichen. Die Ergebnisse der Analysen wurden dem Internationalen Rat 
für Meeresforschung (ICES) zur Veröffentlichung zur Verfügung gestellt. 
Die Ergebnisse der hydrographischen Untersuchungen in der Deutschen 
Bucht aus den Jahren 1976 bis 1980 gingen in Druck. Sie bilden die 
Grundlage für die interdisziplinäre Auswertung des ökologischen Daten 
materials, das auf den gemeinsamen Reisen des DHI, der BAH und des SFB 
94 gewonnen wurde. 
Die Untersuchungen über den Zusammenhang zwischen meeresoptischen Größen 
und dem Schwermetallgehalt des Meerwassers wurden ausgewertet und zur 
Publikation eingereicht. 
Aus den wöchentlichen quasisynoptischen Karten der Oberflächentemperatur 
der Nordsee des DHI (in Zusammenarbeit mit der Deutschen Wissenschaftli 
chen Kommission für Meeresforschung) entstanden für den Zeitraum 1971 
bis 1980 wöchentliche und monatliche Mittelwerte sowie weitere stati 
stische Größen. In Abb. 3 sind die zwischen 1971 und 1980 aufgetretenen 
minimalen und maximalen Temperaturen dargestellt. Die absoluten Extrem 
werte zeigen den besonderen kontinentalen klimatischen Einfluß auf das 
relativ flache Schelfmeer. Die im Zeitraum von zehn Jahren beobachteten 
extremen Temperaturen an der Oberfläche der Nordsee weichen erheblich 
von den mittleren Extremwerten ab. 
Mit Unterstützung der DFG wurden die Fronten-Dynamik und die Vermischung 
in der Deutschen Bucht untersucht und die hydrographischen Daten aus der 
Weddell-See ausgewertet. 
In Zusammenarbeit mit dem Institut für Meereskunde der Universität Ham 
burg wurde im Projekt "Zirkulation und Schadstofftransport in der Nord 
see" (gefördert durch den BMFT) mit einem Programm zur Untersuchung des 
Schwebstofftransports mit Hilfe optischer Verfahren begonnen. In dem 
Projekt "Eutrophierung von Nord- und Ostsee" wurde mitgearbeitet. 
Für die Seehandbücher wurden die Naturverhältnisse neu beschrieben. 
Auskünfte über physikalische Meerwassereigenschaften wurden an Behör 
den und Privatpersonen und an Schiffahrts- und Industriebetriebe gege-
	        
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