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Volltext : Jahresbericht 1984

Meereskunde

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gesucht,  diese  Filme  von  monomolekularen  Oberflächenfilmen  (Slicks)  zu
unterscheiden,  die  in  der  Natur  oft  durch  biologische  Aktivitäten  im
Meer  erzeugt  werden  und  Mineralöl-Verschmutzungen  Vortäuschen  können.
Zu  diesem  Zweck  wurden  vom  VFS  "Komet"  aus  umfangreiche  "ground-trouth"-Messungen
  durchgeführt.  Das  vollständige  Richtungsspektrum  des  Seegangs
wurde  mit  Hilfe  von  Pitch-and-Roll-Bojen  erfaßt.  Es  wird  dann  mit  den
Richtungsspektren  verglichen,  die  man  aus  den  Aufnahmen  des  Mikrowellen-Radars
  ermitteln  kann,  um  festzustellen,  wieweit  die  existierenden
Theorien  über  die  Rückstreuung  der  Mikrowellen  durch  Meereswellen  richtig ­
  sind.  Ein  genaues  Verständnis  des  Abbildungsmechanismus  ist  Voraussetzung ­
  für  die  sinnvolle  Nutzung  von  künftigen  Satelliten,  wie  z.  B.
ERS-1,  der  als  erster  europäischer  Satellit  von  1989  an  vorwiegend  für
ozeanographische  Aufgaben  eingesetzt  werden  soll.
Außerdem  wurden  an  zwei  Stellen  Mineralölfilme  von  etwa  2  km  Durchmesser
erzeugt.  In  unmittelbarer  Nachbarschaft  wurden  drei  monomolekulare
Slicks,  die  aus  unterschiedlichen  organischen  Substanzen  bestanden,  ausgebracht. ­
  Falls  es  gelingt,  Filme  dieser  Art  mit  dem  abbildenden  Radargerät ­
  der  Raumfähre  zu  erkennen  und  möglicherweise  voneinander  zu  unterscheiden, ­
  könnten  Satelliten  die  Luft  Überwachung  von  Ölverschmutzungen
mit  Flugzeugen  sinnvoll  ergänzen.

LuftÜberwachung  von  ölverschmutzungen:
In  der  vom  BMVg  geleiteten  Arbeitsgruppe  "Luftüberwachung  -  Ölverschmutzung" ­
  wirkte  das  DHI  an  der  endgültigen  Auswahl  des  Sensor-  Paketes ­
  für  zwei  öl  Überwachungsflugzeuge  vom  Typ  Do  28  "Skyservant",  die  ab
1986  eingesetzt  werden  sollen,  mit.  Das  Paket  wird  aus  Mikrowellen-Seitensichtradar,
  IR/UV-Scanner,  passivem  Mikrowellen-Radiometer,  Nachtsicht ­
  -TV-Kamera  und  normalen  Kameras  bestehen.

2.2.2  Physikalische  Zustandsgrößen

2.2.2.1  Physikalische  Meerwassereigenschaften
Untersuchungen  auf  See:
Vom  14.  März  bis  zum  18.  April  wurden  in  der  Emsmündung  mit  Unterstützung ­
  des  WSA  Emden  fünf  Trübungsmesser  ausgelegt.
Auch  1984  wurden  die  Untersuchungen  im  Nordostatlantischen  Monitoring-Programm
  (NOAMP)  fortgesetzt.
Zugleich  mit  der  Überwachung  des  Meeres  auf  Radioaktivität  untersuchte
das  DHI  den  hydrographischen  Zustand  der  Nordsee  (FS  "Gauß",  Reise-Nr,
61  vom  24.  April  bis  5.  Juni).
Die  Verpflichtung  zur  Messung  meeresphysikalischer  Parameter  bei  der
Überwachung  des  Meerwassers  nach  dem  Helsinki-Übereinkommen  und  den
Bund-Länder-Vereinbarungen  wurde  erfüllt  (FS  "Gauß",  20.  August  bis  14.
September),
            
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