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Full text: Jahresbericht 1984

Naut. Veröffentlichungen, Vermessung und Seekartenwerk 
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In der Seekartenfortführung wurden 4293 Seekarten durch Artikel und 
Kartenberichtigungen in den "Nachrichten für Seefahrer" angezogen, das 
machte in 697 249 Drucken Korrekturen erforderlich. Davon wurden 21 324 
Drucke durch 134 Deckblätter und 43 862 Drucke durch Eindruck in die 
vorhandenen Auflagen von 136 Seekarten auf den jeweiligen Berichti 
gungsstand gebracht. 
Bei der Satzherstellung wurden der Sprechfunk für Küstenschiffahrt, 
Teile des Nautischen Funkdienstes und weitere Teile des Leuchtfeuer 
verzeichnisses vom Bleisatz auf Fotosatz umgestellt. 
2.2 MEERESKUNDE 
In internationalen Übereinkommen zur Verhütung der Meeresverschmutzung 
hat sich die Bundesrepublik Deutschland zur Überwachung von Nord- und 
Ostsee verpflichtet. Das DHI koordiniert diese Arbeiten mit anderen 
Instituten auf chemisch-physikalischem und biologischem Gebiet, und zwar 
sowohl im Meerwasser als auch im Sediment. Beim biologischen Monitoring 
stützt sich das DHI auf die Mitarbeit der Biologischen Anstalt Helgoland 
und der Bundesforschungsanstalt für Fischerei sowie die des Instituts 
für Meereskunde an der Universität Kiel. Auch weitere Bund- und Länder 
institute arbeiten mit. 
Auf Einladung der Bundesrepublik Deutschland fand vom 31. Oktober bis 1. 
November 1984 die Internationale Nordseeschutz-Konferenz in Bremen 
statt. Zur Vorbereitung der Konferenz haben DHI-Angehörige in nationalen 
und internationalen Expertengruppen mitgewirkt. Auf nationaler Ebene 
wurde unter Leitung des DHI ein Bericht über den Gütezustand der Nordsee 
verfaßt. Seine Ergebnisse wurden für dem internationalen Bericht "Qua 
lity Status of the North Sea, Synthesis/Conclusions" verwertet, der un 
ter Vorsitz des DHI von einer Gruppe von Regierungsexperten der Nordsee- 
Anrainerstaaten und der Kommission der Europäischen Gemeinschaften erar 
beitet und der Konferenz vorgelegt wurde. 
Das DHI betreut die wissenschaftlichen Arbeitsgruppen der Übereinkommen 
zur Reinhaltung des Meeres von Oslo, London und Helsinki. Hierzu gehören 
auch die Vorbereitung von Sitzungen und die Leitung der jeweiligen Dele 
gation der Bundesrepublik Deutschland. 
Ferner arbeitete das DHI bei der Ti02-Richtlinie der Europäischen Ge 
meinschaft mit und beriet den Bundesminister für Wirtschaft beim Tief 
seebergbau.
	        
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