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Full text: Jahresbericht 1983

Technische Schiffssicherheit 
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Seenotfunk, nichtnavigatorischer Ortungsfunk: 
Die Vorbereitungen für das weltweite Seenot- und Sicherheitssystem der 
Zukunft (Future Global Maritime Distress and Safety System, FGMDSS) wur 
den von allen beteiligten Organisationen unter Mitwirkung des DHI fort 
gesetzt. 
In der IMO wurden vor allem die zukünftigen Ausrüstungsvorschriften für 
die unter den Schiffssicherheitsvertrag fallenden Schiffe mit Geräten 
für das FGMDSS und die Detailplanung für die Übergangsphase bis zur end 
gültigen Einführung des Systems vorläufig abgeschlossen oder vervoll 
ständigt. 
Die Internationale Fernmeldeunion (ITU) führte von Februar bis März eine 
weltweite "Funkverwaltungskonferenz für die beweglichen Funkdienste" 
(WARC-MOB'83) durch, die alle bereits heute für das FGMDSS möglichen Än 
derungen der Vollzugsordnung für den Funkdienst (VO Funk) beschlossen 
hat. 
Im "Internationalen Beratenden Ausschuß für den Funkdienst" (CCIR) der 
ITU wurden die Versuche mit Satelliten-Seenotfunkbojen abgeschlossen. 
Bel der Auswertung der Ergebnisse wurde das von der DFVLR und der Firma 
Dornier entwickelte System am besten beurteilt. 
Nach der Entscheidung, das französische Funkortungsverfahren "Syledis" 
als Nachfolgesystem für Hi-Fix als Ortungshilfsmittel bei der Seevermes 
sung einzusetzen, konnte 1983 mit dem Aufbau und der Inbetriebnahme der 
ersten Senderketten begonnen werden. 
Internationale Zusammenarbeit: 
Es wurden Gespräche mit sieben europäischen Zulassungsbehörden über die 
Harmonisierung von Leistungs- und Sicherheitsanforderungen an Kreisel 
kompaßanlagen aufgenommen. Anfangserfolge wurden erzielt. Als gravieren 
der Mangel erwies sich das Fehlen harmonisierter allgemeiner Anforderun 
gen an nautische Anlagen und Geräte hinsichtlich Bedienung, Wartung, Um 
welteignung und bestimmter Betriebseigenschaften, die jetzt vorrangig 
behandelt werden sollen. 
Das DHI war an der Vorbereitung verschiedener Sitzungen beteiligt, die 
im Forschungsvorhaben COST 301 "Landseitige Hilfen für die Schiffahrt" 
der Europäischen Gemeinschaft im Ausland stattfanden. 
Die Ergebnisse der astronomischen Zeit- und Breitenbestimmungen wurden 
wöchentlich dem Bureau International de l’Heure (BIH), Paris, und dem 
Zentralbüro des International Polar Motion Service (IPMS) in Mizusawa, 
Japan, als Beitrag zur internationalen Bestimmung der astronomischen 
Weltzeit (UT1) und der Polbewegung übermittelt, vom 1. September an auch 
als Beitrag zu dem internationalen Forschungsvorhaben MERIT (Monitoring 
Earth-Rotation and Intercomparison of Techniques and Analyses). Es sieht 
ein lAmonatlges, intensives Beobachtungsprogramm zur Bestimmung der UT1 
und der Polbewegung mit konventionellen Instrumenten und auch mit neuar 
tigen Techniken vor. Die nachfolgenden Analysen sollen als Grundlage 
dienen für Empfehlungen zur zukünftigen Organisation der internationalen
	        
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