accessibility__skip_menu__jump_to_main

Full text: Jahresbericht 1983

60 
38. Jahresber. Dt. Hydrogr. Inst. 1983 
toren nachgewiesen werden. Sportfahrzeuge, die nicht mit Radarreflekto 
ren ausgerüstet sind, erzeugen eine wesentlich schwächere, häufig aber 
keine Anzeige auf dem Radarbildschirm, so daß die Empfehlung an Sport 
bootfahrer, ihre Fahrzeuge mit zugelassenen Radarreflektoren auszurü 
sten, erneuert wurde. 
Die Untersuchungen über Möglichkeiten zur Verbesserung der Radarauffaß- 
barkeit von Rettungsflößen mit textilen Radarreflektoren wurde fortge 
setzt. 
Der Einfluß moderner Technologien im Bereich nautischer Anlagen, Geräte 
und Instrumente auf deren Eignung für den Schiffsbetrieb wurde gründlich 
untersucht. Dabei wurde dem DHI von Fachkräften der Ergonomie tatkräfti 
ge Unterstützung zuteil. 
Mit der zunehmenden Installation von Satelliten-Kommunikationsantennen 
ergaben sich Einschränkungen bei der Antennenplatzwahl für die Satelli 
tennavigation. Für beide Antennen wird freie Sicht zu allen Punkten 
oberhalb des Horizonts angestrebt. Da Abschaltungen der Navigationsan 
tenne zu beträchtlichen Einschränkungen der Navigation führen können, 
wurden auf FS "Gauß" erste Untersuchungen durchgeführt, nachdem auch 
dort eine Kommunikationsantenne installiert worden war. Die ersten Er 
gebnisse zeigen, daß zeitweilig bei ca. 50 % der Satellitendurchgänge 
mit Störungen oder Ausfällen der Navigation zu rechnen ist. 
Bei nautischen Anlagen werden häufig Bildschirme zur Anzeige benutzt, 
was zu Schwierigkeiten bei der elektromagnetischen Verträglichkeit der 
Anlage führt. Daher fanden umfangreiche Untersuchungen zur EMVgerechten 
Schirmung der Anzeigeeinheiten statt. Hierbei wurden verschiedene Gehäu 
se und Gehäuseteile aus unterschiedlichen Materialien und Materialstär 
ken eingesetzt. Es zeigte sich, daß die notwendigen EMV-Schutzmaßnahmen 
an fertigen Anlagen nachträglich kaum noch auszuführen sind. 
Im Labor wurde ein Rechner aufgestellt, der dem Navrechner von FS "Gauß" 
gleicht und somit außer für Laborzwecke auch als Referenz für die Bord 
rechenanlage dienen kann. Danach konnten mit der Bordanlage die ersten 
Testläufe unter schweren Einsatzbedingungen in der Biskaya erfolgen. Das 
dafür entwickelte Navigationsprogramm erfüllte die Erwartungen: befürch 
tete Geräteausfälle traten nicht auf. Aufgrund der günstigen Testergeb 
nisse konnte die Software-Entwicklung auf. der Laboranlage zügig fortge 
setzt werden. Das Hauptaugenmerk wurde dabei auf Bedienungsfreundlich 
keit gerichtet. 
Während der internationalen West-East Doppler Observation Campaign er 
folgte die Registrierung der Satelliten-Rohdaten zur Bestimmung der ge 
nauen 3D-Koordinaten des Referenzpunktes für Baumusterprüfungen durch 
die Koordinierungsstelle in Graz. Für diese Aufgabe mußte der Satelli- 
ten-Navigationsreferenzempfänger über ein Interface an den Laborprozeß 
rechner angepaßt werden. Eine entsprechende Interface-Schaltung mußte 
selbst entwickelt werden, weil sie auf dem Markt nicht angeboten wird. 
Für den vorgesehenen Ersatzbau für FS "Meteor" wurde eine integrierte 
Navigationsanlage entworfen, der Vorschlag wurde in die Ausschreibungs 
unterlagen übernommen. Grundlage für die Arbeit bildeten Einzelproblem 
untersuchungen auf FS "Gauß", das Rechnerkonzept von FS "Gauß", die Er 
fahrungen mit der Anlage auf FS "Meteor" sowie Erfahrungen bei der Bau 
musterprüfung von Systemen der Integrierten Navigation.
	        
Waiting...

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.