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Full text: Jahresbericht 1983

Meereskunde 
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2.2.4.5 Deutsches Ozeanographisches Datenzentrum (DOD) 
Das DOD, das bis Ende 1982 gemeinsam mit der DFG betrieben wurde, ist 
im Januar 1983 in das DHI eingegliedert worden. Seine Aufgaben haben 
sich nicht geändert. Es sammelt die von ozeanographischen Forschungsein 
richtungen der Bundesrepublik Deutschland gewonnenen Meßwerte, über 
prüft deren Korrektheit und überführt sie in international vereinbarte 
Standards (Qualität und Datenformat). Die Dienste des DOD können wie 
bisher in Anspruch genommen werden; dazu gehören die Bereitstellung von 
gemessenen Werten, statistische Angaben, Compüterzeichnungen oder Soft 
ware. Das DOD des DHI fungiert auch in Zukunft als Korrespondenzorgan 
zu anderen ozeanographischen Datenzentren, aber besonders zu den beiden 
Weltdatenzentren für Ozeanographie (WDC-A und WDC-B) in Washington und 
Moskau. Auf Wunsch beschafft das DOD für Interessenten Daten aus diesen 
Zentren. 
Die Arbeiten umfaßten die Fortführung der Umstrukturierung des gesamten 
Datenarchivs und damit verbundene Qualitätskontrollen, Korrekturen und 
Datenergänzungen. Das umfangreiche Datenarchiv war bislang sequentiell 
auf Magnetbändern gespeichert. Ein großer Teil des Archivs wurde in Da 
tenbasen überführt, die mit dem Datenbanksystem "System 2000" verwaltet 
werden. 
Es existieren Datenbanken für 
- hydrographische Serienwerte (einschl. STD-Profile) 
- mechanische und XBT-Messungen 
- Meßwerte von der Meeresoberfläche. 
Wegen ihres großen Umfangs sind diese Datenbasen auf Magnetband ausgela 
den, d. h. sie residieren nicht permanent auf einem Plattenspeicher. Um 
dennoch jederzeit einen schnellen und vollständigen Überblick über die 
vorhandenen Meßwerte zu bekommen, wurde eine Inventar-Datenbasis ange 
legt, die ständig zugriffbereit ist und sofort z. B. Auskunft über Art, 
Menge und raum-zeitliche Verteilung der in den Archivdatenbasen gespei 
cherten Variablen gibt. 
Die Fahrtleiter lieferten Informationen über die Meßaktivitäten auf ih 
rer Forschungsreise in dem "Report of Observations/Samples Collected by 
Oceanographic Programmes" (ROSCOP) an das DHI. Dadurch erhält das DOD 
sehr bald nach Beendigung einer Forschungsfahrt einen Überblick über den 
Umfang und die Art der wissenschaftlichen Untersuchungen. Da nicht die 
Meßwerte aller meereswissenschaftlichen Disziplinen im DOD gespeichert 
werden, dienen die ROSCOP-Angaben auch als Verweis auf jene Daten, die 
nicht an das DOD abgeliefert werden, sondern bei dem Beobachter bleiben. 
Für eine effektive Handhabung der ROSCOP-Informationen wurde eine spezi 
elle Datenbank mit diesen Angaben in "System 2000" angelegt. 
Alle ROSCOP-Angaben wurden an die beiden Weltdatenzentren für Ozeanogra 
phie und an den Internationalen Rat für Meeresforschung geleitet. 
Das DOD erhielt ferner Meßwerte von 75 Forschungsunternehmungen. Sie um 
faßten 463 Oberflächenmeßwerte (Temperatur und Salzgehalt), 1034 hydro 
graphische Serienstationen, 758 Stationen mit chemischen Messungen und 
1233 BT/XBT-Messungen.
	        
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