Meereskunde
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Die wichtigsten Quellen für ozeanographische Informationen sind:
- das DHI-Meßnetz in Nord- und Ostsee
- das "ship-of-opportunity"-Programm des DHI
- das Integrated Global Ocean Services System (IGOSS)
- das "voluntary observing ship"-Programm der WMO
- das internationale "drifting buoy"-Programm
- Küstenstationen der Nord- und Ostsee
- Informationen von Dienststellen anderer Nationen
- das Wettervorhersagemodell des Deutschen Wetterdienstes
Das Meßnetz des DHI besteht aus den Feuerschiffen, zwei automatischen
Stationen und einer Dauerstation im Hamburger Hafen. Die Daten werden
entweder als Listen geschickt oder direkt via METEOSAX und AFSW an das
DHI übertragen.
Im Rahmen des "ship-of-opportunity"-Programms wurden auf ausgewählten
Forschungs- und Handelsschiffen stündliche Oberflächentemperaturmessun
gen und/oder XBT-Messungen (expendable bathythermographs) durchgeführt.
Die XBT-Daten wurden von den Schiffen über Funk an das DHI abgesetzt
und vom DHI über das AFSW als deutscher Beitrag zum IGOSS-Programm in
das Global Telecommunication System (GTS) eingespeist. Während des Jah
res wurden 1860 Reports von XBT-Messungen und über 5000 Reports von
Oberflächentemperaturmessungen von den folgenden Schiffen erhalten:
FFS
"Anton Dohrn
MS
"Monte Rosa"
FS
"Fjell"
MS
"Monte Sarmiento
FS
"Gauß"
PF VS
"Polarstern"
FS
"Fr. Heincke"
FS
"Poseidon"
FS
"Meteor"
FS
"Sägar Kanja"
MS
"Monte Olivia"
FS
"Valdivia"
Die Abbildung 11 zeigt die geographische Verteilung der Meßpositionen
für das Jahr 1983.
Für IGOSS wurden von Messungen Temperatur und Salzgehalt als Funktion
der Tiefe über das GTS international ausgetauscht, diese Daten (welt
weit etwa 26 000 Messungen), wurden über das AFSW automatisch an das DHI
übertragen. Die Abbildung 12 zeigt die geographische Verteilung aller
im DHI während der zweiten Hälfte des Jahres gesammelten IGOSS-Daten.
Meteorologische Standardbeobachtungen - sie enthalten neben den meteoro
logischen Parametern auch Informationen über die Wasseroberflächentempe
ratur und über den Seegang - werden vom "voluntary observing ship"-Pro-
gramm der WMO durchgeführt und über das GTS international ausgetauscht.
Daten aus der Nordsee wurden für die Erstellung der wöchentlichen Ober
flächentemperaturkarte der Nordsee gesammelt.
Ähnlich wie die meteorologischen Standardbeobachtungen wurden auch Meß
daten eines großen Teils der driftenden Bojen über das GTS ausgetauscht.
Soweit diese Daten für Wissenschaftler oder Dienste des DHI nötig waren,
wurden auch diese gesammelt.
Viele Küstenstationen übermittelten neben den meteorologischen Daten
auch ozeanographische Informationen, wie z. B. Wasseroberflächentempera
tur, Strömung und Seegang. Daten von Küstenstationen der Ostsee wurden