Meereskunde
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können. Diese Arbeiten entstanden aus der Anwendung von Programmteilen,
die während der "Meteor"-Reise Nr. 61 (1982) zur Sofortauswertung an
Bord entwickelt wurden.
Für die im NOAMP-Projekt neu beschafften akustischen Strommesser vom
Typ Neil-Brown ACM2 wurde die gesamte Aufbereitungs-Software neu ge
schrieben und implementiert. Wie schon bei der Umstellung auf ein neues
CTD-System mußten hier Interface-Arbeiten für den Übergang vom geräte
spezifischen Datenträger zur Großrechenanlage vorgenommen werden.
Bei diesen Systemarbeiten zeigt sich immer mehr der erwartete Trend zu
einer zweigleisigen Bearbeitung der Daten: An Bord werden für Voraus
wertungen und zur Entscheidungserleichterung mit kleinen und mittleren
Rechnern einfache Aufbereitungsarbeiten vorgenommen, während nach einer
Reise die qualitativ hochstehendere Aufbereitung auf der Großrechenanla
ge erfolgt. Die Aufbereitung an Bord ermöglicht neben den wissenschaft
lich notwendigen Entscheidungen auch eine ausreichende Beurteilung der
Datenqualität und -Struktur, um an Land bei der anschließenden Aufberei
tung nach besonderen Kriterien verfahren zu können.
Besondere Arbeiten:
Zur Unterstützung der deutschen Seefischerei und für Arbeiten über den
Verbleib der in die Nordsee eingetragenen Beimengungen wurden die Daten
der "Meteor"-Reise Nr. 61 in das Europäische Nordmeer weiterbearbeitet.
Neu eingegangene Daten unterstützen die Beobachtung, daß die Nordseeab
flüsse nach 8 bis 10 Jahren das Gebiet von Spitzbergen erreichen, von wo
sie . nach nur zwei weiteren Jahren wieder nördlich Island auftauchen. Um
diesen relativ schnellen Transport und die damit verbundene Vermischung
mit Wassermassen bislang wenig belasteter Gebiete genauer zu untersu
chen, fehlen noch Daten aus dem Bereich Nordost-Grönland.
Die oben genannten Arbeitsmethoden und -techniken wurden auf der Probe
fahrt und der ersten Antarktis-Expedition des PFVS "Polarstern" in der
Saison 1982/83 im Auftrag des Alfred-Wegener-Instituts für Polarfor
schung in der Weddell-See eingesetzt. Auf der Reise wurden besonders
wertvolle Erfahrungen für die Konzeption und Auslegung eines wissen
schaftlichen Bordrechners gewonnen. Außerdem wurde die vorhandene Be
triebssoftware für die CTD-Sonden und die Bearbeitung von Vergleichsda
ten weiterentwickelt.
2.2.4.4 Aufbereitung, Sofortverarbeitung und -austausch von Meßnetzdaten
Seit einigen Jahren besteht im DHI eine Gruppe, deren primäre Aufgabe es
ist, aktuelle ozeanographische Daten und andere, für die Dienste des DHI
relevante ozeanographische Informationen zu sammeln und aufzubereiten.
Im Januar wurde ein Prozeßrechner beschafft, der als Datenendstelle ei
ner direkten Leitung zur "Automatischen Fernmelde-Speicher-Vermittlung"
(AFSW) des Deutschen Wetterdienstes fungiert. Etwa 90 % aller verarbei
teten Daten werden über diese Leitung an das DHI gegeben. Die im Prozeß
rechner gespeicherten Daten werden im Abstand von 10 Minuten an den
Rechner GRZ abgegeben und den Nutzern zur Verfügung gestellt.