Meereskunde
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Verbrennungsschiffes konnten die der Verbrennung auf See zugeführten
Abfallstoffmengen aufgrund des erhöhten Angebots an landgebundenen Be
seitigungsmethoden weiter reduziert werden.
Neben diesen Arbeiten wurde die fachliche Beratung von Antragstellern
fortgesetzt.
Es wurden wiederum mehrere Kontrollfährten sowohl auf Schiffen, die Ab
fallstoffe direkt in die Hohe See einleiten, als auch auf Spezialschif
fen, die Abfallstoffe verbrennen, durchgeführt, um die Einhaltung der
Auflagen und Bedingungen in den erteilten Erlaubnissen zu überwachen.
Die Angaben der Erlaubnisinhaber zur Zusammensetzung der Abfallstoffe
sowie die monatlichen. Berichte der Erlaubnisinhaber wurden anhand von
Informationen, die von unabhängigen Stellen dem DHI zugingen, überprüft.
Die Arbeit in den internationalen wissenschaftlich-technischen Arbeits
gruppen im Rahmen des Oslo-, London- und Paris-Übereinkommens, in de
nen weitere verschärfende Richtlinien für die Einbringung oder Verbren
nung von Abfallstoffen sowie über Maßnahmen zur Reduzierung umweltge
fährdender Stoffe beraten wurde, ist fortgesetzt worden.
Weiterhin wurde in nationalen Arbeitsgruppen des Bundes und der Länder
insbesondere zur Vorbereitung der von der Bundesrepublik Deutschland
initiierten Nordseeschutz-Konferenz mitgewirkt.
Aufgrund des großen Interesses an den Fragen im Zusammenhang mit der
Einbringung und Verbrennung von Abfallstoffen mußte eine Vielzahl von
Anfragen bearbeitet werden.
2.2.4.2 Meßsysteme und -methoden, Meßnetz
Für Forschungsfahrten des DHI wurden Meßgeräte und -Systeme vorberei
tet, gewartet, repariert, kalibriert und erprobt. Besonders erwähnt wer
den soll eine dreiwöchige Reise von FS "Gauß" im April in die Biskaya,
die speziell zur Erprobung des sehr umfangreichen Gerätebestandes für
das Projekt NOAMP (s. Abschn. 2.2.1.1) angesetzt war. Es wurden insge
samt ca. 100 Auslösegeräte und Strommesser verschiedener, zum Teil neu
er Bauart einem Drucktest bis 400 bar und teilweise einer Funktionsprü
fung unterzogen. Ausbringung und Bergung einer NOAMP-Prototyp-Veranke-
rung wurde ebenfalls erprobt. Bei dieser Gelegenheit wurden mit einem
ebenfalls neubeschafften Funkpeilsystem im 27-MHz-Band zur Auffindung
aufgeschwommener Verankerungen zufriedenstellende Ergebnisse erzielt.
Ferner wurde die Erfahrung dieser Reise genutzt, um konkrete Umbauvor
schläge für FS "Gauß" zu erarbeiten.
Als Einlesestation für bisher nicht im Gemeinsamen Rechenzentrum (GRZ)
erfaßbare Datenträger wurde ein Tischrechner HP 9836 in Betrieb genommen
und seine Anwendungsmöglichkeit durch Ausbau der Peripherie erheblich
erweitert. Die zugehörige Software wurde vereinheitlicht und benutzer
freundlich gestaltet.
Nachdem der überwiegend als Navigationsrechner eingesetzte HP 1000 auf