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Full text: Jahresbericht 1983

Meereskunde 
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"Chemische ölbekämpfung" wurde ln Zusammenarbeit mit dem Institut für 
Meeresforschung, Bremerhaven, durchgeführt. Bei Modellversuchen im Bor- 
kumer Watt über die Auswirkungen von öl und Öldispergatorgemischen auf 
das Wattensystem wurden etwa 130 Proben analysiert. 
2.2.4 Meereskundliche Querschnittsaufgaben 
Das DHI koordiniert die Aktivitäten der Bundesrepublik Deutschland zur 
Überwachung der Nord- und Ostsee für die internationalen Übereinkommen 
zur Verhütung der Meeresverschmutzung. 
Diese Arbeit umfaßt den chemisch-physikalischen und den biologischen 
Aspekt der Überwachung. Beim biologischen Monitoring kann das DHI nun 
mehr auf die Mitarbeit der Biologischen Anstalt Helgoland und der Bun- 
forschungsanstalt für Fischerei aufgrund von Ressortabstimmungen rech 
nen. Außerdem wird die freiwillige Mitarbeit von Bundes- und Länderin 
stituten genutzt. 
Bei der vom Bundesminister des Innern federführend betreuten Interna 
tionalen Nordseeschutz-Konferenz ist das DHI für die Arbeitsgruppe "Gü 
tezustand der Nordsee" verantwortlich und arbeitet in zahlreichen ande 
ren Arbeitsgruppen aktiv mit. Überdies betreut das DHI die wissenschaft 
lichen Arbeitsgruppen der Übereinkommen zur Reinhaltung des Meeres von 
Oslo, London und Helsinki. Hierzu gehören auch die Vorbereitung von 
Sitzungen und die Leitung der jeweiligen Delegationen der Bundesrepu 
blik Deutschland. 
Ferner beriet das DHI unter dem Aspekt des Meeresumweltschutzes den 
Bundesminister des Innern u. a. bei der EG und den Bundesminister für 
Wirtschaft beim Tiefsee-Bergbau. 
2.2.4.1 Dumping 
Die wissenschaftlich-fachtechnischen Arbeiten innerhalb des Verfahrens 
zur Erteilung von Erlaubnissen für die Einbringung bzw. Verbrennung von 
Abfallstoffen auf der Hohen See gemäß dem "Gesetz zu den Übereinkommen 
vom 15. Februar 1972 (Oslo) und 29. Dezember 1972 (London) zur Verhütung 
der Meeresverschmutzung durch das Einbringen von Abfällen durch Schiffe 
und Luftfahrzeuge" wurden weiter intensiviert. Die Bemühungen, durch 
stufenweise Reduzierung der Abfallstoffmengen - mit dem Ziel, mittelfri 
stig die Einbringung von Abfallstoffen völlig einzustellen - die Nord 
see weiter zu entlasten, wurden erfolgreich fortgesetzt. Auch die Ein 
bringung von ausgefaulten Klärschlämmen der Freien und Hansestadt Ham 
burg in den Atlantik wurde im April endgültig eingestellt. In Tabelle 1 
sind die in diesem Jahr mit deutscher Erlaubnis in die Hohe See einge- 
brachten Abfallstoffe aufgeführt. 
Die Abfallmengen aus der Titandioxidproduktion wurden ebenfalls weiter 
reduziert. So wurden von den ursprünglich im Abfallstoff enthaltenen 
ca. 230 000 t Grünsalz 1983 nur noch 48 745 t in die Hohe See einge 
bracht.
	        
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