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Full text: Jahresbericht 1983

Meereskunde 
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Erdöl-Kohlenwasserstoffe: 
Um jahreszeitliche Schwankungen zu erfassen, wurden auf drei Fahrten mit 
FS "Gauß" in die Deutsche Bucht (im Januar, Juni/Juli und September) 
insgesamt 106 Wasserproben aus verschiedenen Tiefen entnommen. Es zeigte 
sich die bekannte Verteilung mit höheren Werten in Küstennahe und in den 
Mündungsbereichen der Flüsse und niedrigeren zur offenen See hin. 
Niedrige Konzentrationen im Juni/Juli scheinen die Annahme zu bestäti 
gen, daß in den Sommermonaten infolge höherer Verdampfungsraten und 
stärkeren bakteriellen Abbaus geringe Konzentrationen im Meerwasser vor 
handen sind. 
In der Nähe der Bohrplattformen in der mittleren Nordsee (Ekofisk-Ge- 
biet) im September wurden ausnahmslos niedrige Konzentrationen vorgefun 
den (Abb. 10). 
Zusätzlich wurden 72 Sedimentproben entnommen und auf ihren Gehalt an 
Erdöl-Kohlenwasserstoffen untersucht. Die Auswertung dieser Proben - wie 
auch die genauere Bestimmung der Zusammensetzung der Kohlenwasserstoff- 
Gemische mit Hilfe der Gaschromatographie-Massenspektrometrie-Kopplung 
(GC/MS) - steht noch aus. 
Auf einer Fahrt im August in die westliche Ostsee wurden auf den 22 Sta 
tionen des DHI-Überwachungsnetzes 49 Wasserproben entnommen - mindestens 
jeweils eine oberflächennahe und eine bodennahe Probe. Es zeigte sich 
nahezu die gleiche Konzentration von 1 pg/l im Innern der Förden und 
Buchten (Flensburger Förde, Kieler Förde, Eckernförder Bucht) wie in den 
weiträumigeren Gebieten östlich Bornholms. Offensichtlich spielt der 
Eintrag von Erdöl-Kohlenwasserstoffen durch Schiffs- und Hafenbetrieb 
in der westlichen Ostsee keine bedeutende Rolle. 
Abb. 10: Konzentration von Erdöl-Kohlenwasserstoffen Im September 1983 
im Meerwasser (Oberfächennähe) in ug/1
	        
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