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38. Jahresber. Dt. Hydrogr. Inst. 1983
Durch Vermischung mit Oberflächenwasser steigt die Konzentration im Bodenwasser
bis auf 3,0 ng/1 an der Darßer Schwelle. Das Oberflächenwasser
im Bereich von Kattegat und Beltsee wird durch lokale Quellen komplex
beeinflußt und variiert zwischen 3,8 und 7,4 ng/1.
In der eigentlichen Ostsee liegt die Konzentration bei 3,0 ng/1, im Finnischen
Meerbusen bei 2,6 ng/1, in der Bottensee bei 2,5 ng/1 und in der
Bottenwiek bei 2,0 ng/1.
Die anderen nachweisbaren HCH-Isomeren sind ähnlich verteilt wie das
Lindan, beimqr-HCH mit höheren Werten, beim ß-HCH mit geringeren Werten
als für das Lindan.
DDT, DDE, DDD:
DDT wurde im Bornholm- und Arkona-Becken und im Oberflächenwasser der
Beltsee in geringer Konzentration identifiziert. Nördlich der Insel Gotland
wurde kein DDT mehr gefunden; Vermutungen, die im Ostteil der Ostsee
noch erhebliche Mengen an DDT annahmen, sind damit widerlegt.
DDE und DDD wurden nirgendwo in Mengen oberhalb der Nachweisgrenzen von
0,02 und 0,05 ng/1 gefunden.
Dieldrin, Aldrin, Endrin:
Eine strukturierte Verteilung für Dieldrin wird nicht beobachtet. Die
Konzentation reicht von der Nachweisgrenze 0,02 bis 0,10 ng/1.
Aldrin und Endrin wurden nicht beobachtet.
HOB:
Die Konzentration reicht von der Nachweisgrenze bei 0,01 bis 0,04 ng/1.
Eine Strukturierung ist nur andeutungsweise erkennbar.
PCB's:
Als Indikator für PCBs wurde das Isomere PCB Nr. 138 (2, 3, 4, 3’, 4*,
S'-Hexachlorbiphenyl) ausgewählt, da es sowohl persistent ist, weil es
in den Rückständen von höheren Gliedern der Nahrungskette auffällt, als
auch in den hochchlorierten technischen PCB-Gemischen vorherrscht.
Die Nachweisgrenze von 0,5 ng/1 wurde nur bei wenigen Proben in Küstennähe
überschritten. Leider bleibt unklar, ob diese höheren Werte auf den
Einfluß unmittelbarer Einleitungen zurückzuführen sind oder auf dem in
Küstennähe höheren Schwebstoffanteil beruhen, da Schwebstoffe PCBs erheblich
anreichern und aus methodischen Gründen unfiltierte Wasserproben
untersucht werden.