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38. Jahresber. Dt. Hydrogr. Inst. 1983
Das DHI beteiligte sich sowohl an der vom ICES als auch an der von der
JMG ausgerichteten Interkalibration der Spurenmetallbestimmung in Sedimenten.
Bereits vor dem Beginn der Eutrophierungsdiskussion sind Porenwässer aus
MeeresSedimenten untersucht worden. Diese Arbeiten wurden jetzt intensiviert.
Sie dienen sowohl der Klassifizierung von Sedimenten als auch der
Abschätzung der Remobilisierung von Pflanzennährsalzen.
Unter Berücksichtigung der EG-Richtlinie über die Einzelheiten der Überwachung
und Kontrolle der durch die Ableitungen aus der Titandioxidproduktion
betroffenen Umwelt wurden während dreier Seereisen die suspendierten
partikulären Eisenverbindungen im Einbringungsgebiet für Dünnsäure
und seiner Umgebung bestimmt.
Das DHI leitet die Delegation der Bundesrepublik Deutschland im Wissenschaftlich-Technischen
Ausschuß der Helsinki Kommission.
2.2.3.4 Organische Schadstoffe im Meer
Chlorierte Kohlenwasserstoffe:
Bisher haben Interkalibrierversuche bei der Bestimmung von Organohalogenverbindungen
im Meerwasser gezeigt, daß nur wenige Labors in der Lage
sind, zuverlässige Daten zu liefern. Aus der Ostsee ist verschiedentlich
über eine sehr hohe Konzentration von DDT und seinen Folgeprodukten
wie DDE und DDD mit Werten bis zu mehreren ng/1 berichtet worden.
Auf der "Gauß"-Reise Nr. 47, die den gesamten Ostseebereich abdeckte,
wurde die Verteilung von Organohalogenverbindungen untersucht. Damit
gibt es erstmalig Daten dieser Stoffe aus dem Labor, das Kapillarchromatographie
betreibt und erfolgreich an Interkalibrierungen teilgenommen
hat.
Entsprechend der speziellen hydrographischen Situation der Ostsee kann
man im Kattegat und der Beltsee generell eine Schichtung der Organohalogenverbindungen
beobachten. Im abfließenden salzarmen Oberflächenwasser
finden sich höhere Konzentrationen der Schadstoffe als im salzreicheren
Bodenwasser.
Diese Schichtung hat sich östlich der Darßer Schwelle durch Vermischung
weitgehend ausgeglichen, so daß nur noch Schwach ausgeprägte regionale
Unterschiede erkennbar bleiben.
ß-,y-HCH:
Diese Strukturierung läßt sich an dem überall gut nachweisbaren Lindan
(¡¡f-HCH) zeigen (Abb. 9).
Das Oberflächenwasser des Kattegat hat eine Konzentration um 4,0 ng/1
mit nur 0,4 ng/1 im Bodenwasser des Nordteiles, letzteres entspricht
noch fast der Konzentration des Nordatlantik mit 0,2 ng/1.