Meereskunde
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dimentologisch untersuchte.
Geologisch-morphologische Untersuchungen im Nordostatlantik:
Einen Schwerpunkt bildeten geologisch-morphologische Arbeiten im Nord-
Ostatlantik, die im Auftrag des BMFT durchgeführt wurden und die boden
bezogenen Basisdaten für ein ozeanographisches Forschungsvorhaben zur
Untersuchung von Vermischungs- und Transportvorgängen liefern sollen
(vgl. 2.2.1). ,
Erster Teil des auf zwei Jahre angesetzten geologischen Teilprogramms
war die detaillierte Vermessung eines engeren Kerngebietes mit dem FFVS
"Polarstern". Das auf diesem Schiff installierte Vermessungssystem "Sea
Beam" lieferte sehr genaue Informationen über die Bathymétrie, die durch
magnetische, gravimetrische und reflexionsseismische Messungen ergänzt
werden.
Die Vermessungsergebnisse bilden die Grundlage für die Festlegung der
hydrographischen und ozeanographischen Meßstationen und finden Eingang
in die Modellrechnungen.
Gutachten und Stellungnahmen:
Wiederum wurden Gutachten und Stellungnahmen über mit dem Meeresboden
zusammenhängende Fragen abgegeben. Herauszuheben ist in diesem Jahr eine
Aktion, bei der das DHI mit Hilfe eines Side-Scan-Sonars die Gewässer
sohle in der Jade um das Wrack der "Yorck" auf größere Unreinheiten un
tersuchte.
Überwachung der Verschmutzung des Meeresbodens:
Die Untersuchungen über das Vorkommen von Schwermetallen in den Sedimen
ten und Schwebstoffen der Deutschen Bucht wurden fortgesetzt. Für das
Bund/Länder-Meßprogramm für die Küstengewässer der Nordsee werden einmal
pro Jahr an 8 Stationen, hiervon sechs in Küstennähe und zwei im äußeren
Teil der Deutschen Bucht, Sedimentproben genommen und auf ihren Gehalt
an Hg, Cd, Cu, Zn, Fe, Mh und P untersucht. Zusätzlich wird von dem Se
diment die "Feinkornfraktion" (^ZO pm) abgetrennt und in derselben Weise
untersucht.
Die Metalle Quecksilber und Cadmium sind in den Sedimenten der inneren
Deutschen Bucht um den Faktor fünf bis zehn gegenüber den natürlichen
Konzentrationen angereichert. Um die regionale Verteilung genauer zu er
fassen, wurden im Juli zusätzlich an 35 Stationen der Deutschen Bucht
Sedimentproben für die Analyse auf Quecksilber und Cadmium genommen. Die
Bearbeitung dieser Proben ist noch nicht abgeschlossen. Die hierbei und
die im Routineprogramm gewonnenen Daten werden auch bei der Joint Moni
toring Group (JMG) der Oslo- und Paris-Übereinkommen für die von dieser
Gruppe betriebene "base line study" über Quecksilber und Cadmium in Se
dimenten zugeleitet.