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38. Jahresber. Dt. Hydrogr. Inst. 1983
Berücksichtigung ausländischen Informationsmaterials weitergeführt.
Beiträge Uber Mißweisung und Störgebiete wurden für acht Seehandbücher
geliefert. Für 73 Seekarten wurden 213 Mißweisungswerte errechnet und
66 "Gebiete unsicherer Mißweisung" nachgewiesen. Sechs Isogonenkarten
sind entworfen worden.
Die Weltkarte der vorausberechneten Säkularvariationen der Mißweisung
für 1985 zur Verwendung in den deutschen Seekarten ist fertiggestellt
worden.
Auskünfte über die Mißweisung, andere Komponenten des Erdmagnetfeldes,
deren jährliche Änderungen, die Lage der Magnetpole und Normalfelder er
hielten Behörden, Firmen und Flughafenbetriebe.
Erdmagnetische Messungen auf See:
Die Vermessungsarbeiten der Seemagnetik im Ostteil der Deutschen Bucht
wurden weitergeführt. Dabei registrierte man die Totalintensität des
Erdmagnetfeldes mit zwei Protonenresonanz-Magnetometern.
Mit FS "Gauß" konnten auf der Fahrt Nr. 49 insgesamt 44 Meßprofile ge
fahren werden. Dabei fanden auch Vergleichsmessungen mit SchwereSensoren
auf Kreiseltischen mit dem neuesten Gerät der deutschen Gerätehersteller
statt. Auf Profilfahrt legte FS "Gauß" 1098 sm zurück. Auf der Fahrt
Nr. 52 wurden auch seemagnetische Vermessungen mit 31 Meßprofilen auf
1093 sm ausgeführt.
Das Meßinstrümentarium der Seemagnetik kam auf der Fahrt Nr. 2 des PVFS
"Polarstern" im Nordatlantik zum Einsatz. Eine Seekarte der magnetischen
Totalintensität entstand für das NOAMP-Meßgebiet. Ende Dezember wurde im
Auftrag einer Reederei das Gebiet vor dem Hafen Puerto Limon in Costa
Rica seemagnetisch untersucht.
Die Planungen für einen zusammenfassenden geophysikalischen Atlas des
Nordatlantik konkretisierten sich in Gesprächen mit den kanadischen
Partnern.
Für die Auswertung und Kartierung der auf See erfaßten geophysikalischen
Meßdaten wurden weitere Rechenprogramme entwickelt. Andere Behörden und
Institutionen entliehen wiederum Meßgeräte.
2.2.3 Stoffliche Umweltfragen
2.2.3.1 Chemie des Meerwassers
Überwachung des Nährstoff- und Sauerstoffgehalts in der Deutschen Bucht
und westlichen Ostsee:
In Zusammenarbeit mit dem Institut für Meeresforschung, Bremerhaven, der
Biologischen Anstalt Helgoland, der Bundesforschungsanstalt für Fische
rei und der Universität Hamburg wurde in den Sommermonaten der Sauer
stoffgehalt in der Deutschen Bucht regelmäßig überwacht.