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Volltext : Jahresbericht 1983

Meereskunde

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2.2,2.3  Erdmagnetischer  Dienst
Erdmagnetisches  Observatorium  Wingst:
Die  erdmagnetischen  Variationen  wurden  mit  dem  digitalen  Registriersystem ­
  erfaßt  und  auf  Magnetband  abgespeichert.  Registrierlücken  wurden
über  das  alte  analoge  System  aufgefüllt;  die  Basen  beider  Systeme  wurden ­
  mit  dem  Protonen-Komponenten-Magnetometer  (Horizontal-  und  Vertikalkomponente, ­
  Totalintensität  und  relative  Deklination)  und  dem  Stationstheodoliten ­
  (absolute  Deklination)  laufend  kontrolliert.
Von  den  Observatorien  Fürstenfeldbruck  und  Grocka  (Jugoslawien)  aus  wurden ­
  am  Observatorium  Wingst  Vergleichsmessungen  durchgeführt.  Aus  den
Ergebnissen  können  Rückschlüsse  auf  die  Stabilität  der  Bezugsniveaus  abgeleitet ­
  werden.  Demselben  Zweck  dienten  Pfeilerdifferenzmessungen  und
eine  Messung  der  Horizontalkomponente  nach  Lamont  in  Wingst.  Bei  der
Messung  nach  Lamont  konnte  ein  von  der  Versuchswerkstatt  gebauter  digitaler ­
  Chronograph  eingesetzt  werden,  der  die  sehr  genaue  Trägerfrequenz
des  Zeitzeichensenders  DCF77  für  die  Messung  der  Schwingungsperiode  ausnutzt. ­

Unter  Federführung  des  DHI  wurde  der  Momentanwert-Vergleich  mit  22  europäischen ­
  Observatorien  fortgesetzt.
Das  Erdmagnetische  Jahrbuch  Nr.  26  des  Jahres  1980  ist  1983  erschienen.
Die  Variationen  der  Jphre  1980  bis  1983  liegen  als  Minutenwerte  vor;
aus  ihnen  wurden  in  Wingst  vorläufige  Tages-  und  Monatsmittel  berechnet
und  veröffentlicht.  Mikrofilme  der  analogen  Registrierungen  der  Variationen ­
  und  Pulsationen  wurden  den  Weltdatenzentren  zugesandt.  Verschiedene ­
  Institute  erhielten  regelmäßig  oder  auf  Anforderung  Kopien  der  Magnetogramme. ­

Wie  in  den  Vorjahren  wurde  monatlich  ein  Bericht  über  die  magnetische
Aktivität  (Kennziffern  und  Effekte)  herausgegeben.  Die  Kennziffern  wurden ­
  außerdem  im  Monthly  Report  des  Forschungsinstituts  der  Deutschen
Bundespost  veröffentlicht.
Seit  Juni  werden  die  Wingster  Variationen  zum  Fernmeldetechnischen  Zentralamt ­
  der  Deutschen  Bundespost  in  Darmstadt  direkt  übertragen.  Der
Zweck  der  Übertragung  ist  die  Ableitung  qualitativer  Aussagen  über  den
Zustand  des  Magnetfeldes  (Unruhe)  zum  Zeitpunkt  der  Übertragung.
Die  Zusammenarbeit  innerhalb  der  "Arbeitsgemeinschaft  Ionosphäre  der
deutschen  geophysikalischen  Institute"  und  der  URSI  wurde  fortgesetzt.
Die  Vermessungsämter  der  Bundesrepublik  Deutschland  haben  die  Untersuchungen ­
  ihrer  automatischen  Nivelliere  auf  magnetische  Einflüsse  hin
weitgehend  abgeschlossen.  Der  Verdacht,  daß  über  magnetisierbares  Material ­
  in  den  Gehängen  der  Geräte  Höhenprofile  unter  dem  Einfluß  des  erdmagnetischen ­
  Feldes  systematisch  verfälscht  wurden,  hat  sich  bestätigt.

Erdmagnetische  Kartographie:
Der  Atlas  der  Störgebiete  und  die  Karteien  der  Jahresmittel  der  Observatorien ­
  und  der  "Gebiete  unsicherer  Mißweisung"  wurden  wie  bisher  unter
            
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