Meereskunde
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In internationaler Zusammenarbeit wurden für den ozeanographischen
Dienst Spaniens Pegelaufzeichnungen mehrerer spanischer Mittelmeerorte
harmonisch analysiert.
Um die Auswertung stündlicher Wasserstände wieder aufnehmen zu können,
wurde eine halbautomatische Digitalisierung von Wasserständen aus Pe
gelbögen vorbereitet.
Ausgiebige Tests am numerischen Wasserstandsmodell ergaben, daß der Tur
bulenzansatz verbessert werden muß.
2.2.1.4 Wasserstandsvorhersage- und Sturmflutwarndienst
Der Wasserstandsvorhersage- und Sturmflutwarndienst wurde wie bisher un
ter Beteiligung mehrerer Wissenschaftler wahrgenommen und vom Seewetter
amt wetterkundlich beraten.
Der Norddeutsche Rundfunk, der Westdeutsche Rundfunk, Radio Bremen und
der Deutschlandfunk verbreiteten regelmäßig die Vorhersage der Hochwas
serstände an der deutschen Nordseeküste, bei Emden, Bremen und Hamburg.
Die Radarzentralen Knock, Bremerhaven, Cuxhaven und der Schiffsmelde
dienst in Hamburg erhielten mindestens zweimal täglich Vorhersagen für
die Hoch- und Niedrigwasser auf ihren Revieren. Außerhalb der regulären
Dienstzeit, konnte die jeweils ausgegebene Wasserstandsvorhersage über
einen automatischen Anrufbeantworter abgerufen werden.
Der Geophysikalische Beratungsdienst der Bundeswehr und die Wetterämter
Bremen und Schleswig erhielten vereinbarungsgemäß Vorhersagen und War
nungen .
Mit den Sturmflutwarndienststellen der Niederlande und Dänemarks wurden
Vorhersagen und Beobachtungen ausgetauscht. Der britische Sturmflutwarn
dienst übermittelte wie in den Vorjahren Wasserstandsbeobachtungen von
der schottischen und englischen Ostküste.
Amtliche und private Stellen erhielten mündliche und schriftliche Aus
künfte. Bei Ölunfällen und ähnlichen die Meeresverschmutzung betreffen
den besonderen Vorkommnissen wurden Meldungen weitergeleitet und im Be
darfsfall erste Beratungen erteilt.
Über den Rundfunk und den Fernsprechansagedienst der Bundespost in Ham
burg wurden 31 Sturmflutwarnungen ausgegeben (Abb. 8). Warnungen an die
Schiffahrt vor besonders niedrigen Wasserständen und Sturmflutwarnungen
für die deutsche Ostseeküste ergingen nicht. Ein fester Empfängerkreis,
dem 289 Behörden und private Interessenten angehören, erhielt 4339 War
nungen.