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Full text: Jahresbericht 1983

Meereskunde 
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mung, windbedingte Strömung) in den 10 Schichten des Nordseemodells mit 
einer Gitterauflösung von ca. 22 km. Abb. 3 zeigt die simulierte Ober 
flächenströmung, die sich aus der kombinierten Wirkung des Gezeitenrest 
stroms, der mittleren Dichteströmung im Monat März sowie eines Südwest 
windes über der gesamten Nordsee mit konstanter Geschwindigkeit von 
3 m s ^ ergibt. 
Ostsee: 
Die statistische Auswertung langer Strömungszeitreihen aus der westli 
chen Ostsee sind weitergeführt worden. In Zusammenarbeit mit dem Insti 
tut für Meereskunde der Universität Hamburg fand im April ein 14tägiges 
Meßprogramm in der Lübecker Bucht statt. Ziel hierbei war es, mit einem 
Radarverfahren vom Ufer aus ein flächendeckendes Strömungsfeld an der 
Wasseroberfläche der Lübecker Bucht zu erfassen. Gleichzeitige Strö 
mungsmessungen mit verankerten Strömungsmessern auf zwei Positionen 
sollten Referenzwerte bzgl. der aus den Radarmessungen abgeleiteten 
Strömungswerte liefern. Abb. 4 zeigt ein Ergebnis der Oberflächenströ 
mung aufgrund der Radarmessungen. 
Über erste Versuche, die Strömungen der westlichen Ostsee mit Hilfe hier 
gebräuchlicher hydrodynamisch-numerischer Verfahren zu beschreiben und 
darzustellen, ist auf der Jahrestagung des ICES in Göteborg vorgetragen 
worden. 
Die Fortführung des Meßprogramms "Ostsee" im Jahr 1984 wurde geplant und 
technisch vorbereitet. 
Zirkulation und Ausbreitungsvorgänge in der Tiefsee: 
fr . 
Die Ergebnisse der im Auftrag des BMI durchgeführten Modellstudie über 
die Ausbreitung radioaktiver Abfälle in der Tiefsee sind in einem Be 
richt zusammengefaßt worden. Der Bericht beschreibt die Transportwege 
und die Konzentrationsverteilung im Gleichgewichtsfall von Radionukli 
den unterschiedlicher Halbwertzeiten im Weltozean (Weltozeanmodell) und 
im Nordatlantik (Nordatlantikmodell). 
NOAMP (Nordostatlantisches Monitoring-Programm): 
Die Arbeiten auf See für das vom BMFT geförderte Projekt NOAMP haben mit 
der ersten von insgesamt fünf Meßfahren mit FS "Meteor" vom 9.9. bis 
13.10. begonnen. 
Hauptziel dieser Untersuchungen ist die Beschreibung der dreidimensiona 
len Wasserbewegungen in der gesamten Wassersäule des ausgewählten N0AMP- 
Seegebiets (Abb. 5). Einen besonderen Schwerpunkt dieser Untersuchungen 
bilden hierbei der Tiefseeboden und die vom Meeresboden beeinflußte Was 
serschicht unterhalb 3000 m Tiefe. Abbildung 6 zeigt die Tiefenvertei 
lung im zentralen NOAMP-Gebiet aufgrund einer NOAMP I vorangegangenen 
Echolotaufnahme von PFVS "Polarstern" zusammen mit den Positionen der 
Strömungsmesserverankerungen. Vorläufige Strömungsmeßergebnisse erlauben 
einen ersten Einblick in die kurzfristigen Schwankungen der bodennahen 
Strömungen im NOAMP-Gebiet (Abb. 7).
	        
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