Das Deutsche Hydrographische Institut im Jahre 1981
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1 ALLGEMEINER BERICHT
DAS DEUTSCHE HYDROGRAPHISCHE INSTITUT (DHI) IM JAHR 1981
Daa DHI lat eine zentrale Seeschiffahrts- und Meeresumweltbehörde im Ge
schäftsbereich des Bundesministers für Verkehr. Zu seinen Aufgaben ge
hört es, die Seeräume zu vermessen, Seekarten und nautische Bücher her-
auszugeben und die an Bord benutzten nautischen Geräte zu prüfen. Außer
dem hat es die Seeschiffahrt und Seefischerei durch naturwissenschaft
liche und nautisch-technische Forschung zu fördern und für den Schutz
der Meeresumwelt zu sorgen.
Die hydrographischen Dienste (Gezeiten, Windstau- und Sturmflutwarn-
dienst, Eisnachrichtettdienst, Zeitdienst, erdmagnetischer Dienst) er
füllten auch im Berichtsjahr ihre Aufgaben für die Sicherheit der
Schiffahrt. Der Sturmflutwarndienst hat sich bei der sehr schweren
Sturmflut am 24. November erneut bewährt.
Wie in den Vorjahren war das Seekartenwerk durch die Umstellung der
Schiffahrtszeichen auf das Betonnungssystem "A" (rot an Backbord) mit
20 “Neuen Ausgaben" besonders in Anspruch genommen.
1981 erschienen vier Seehandbücher und ein Ozeanhandbuch in neuer Aufla
ge. Von dem "Verzeichnis der Leuchtfeuer und Signalstellen" wurden sie
ben Teile als Neuauflage veröffentlicht. Außerdem erschienen 38 “Neue
Karten” und 192 "Neue Ausgaben” von Seekarten. Im Auftrag des Bundesmi
nisters für Verkehr wurden InformationsbroschUren für die Sportschiff
fahrt neu herausgegeben.
Die Schiffahrtszeichen der deutschen Küsten sind auf elektronische Da
tenträger aufgenommen worden und können für die Herstellung der Druck
originale automatisch dargestellt werden. Die kartographischen Vorla
gen von 10 Seekarten wurden digitalisiert. Für die Sportschiffahrt wurde
ein weiteres Sonderkartenwerk mit 17 "Karten der Weser und Jade von Hel
goland bis Bremen und Wilhelmshaven“ mit einem Beiheft herausgegeben.
Das Vermessungs- und Forschungsschiff ’’Komet" und das Vermessungsschiff
"Süderoog“ liefen in der Nord- und Ostsee 14 700 sm Lotungslinien für
das Seekartenwerk ab. Die beiden mit Leichttaucherausrüstungen ausge
statteten Schiffe "Atair” und "Wega” haben 120 bereits bekannte Wracks
und Positionen, auf denen Unterwasserhindernisse vermutet wurden, über
prüft und 35 neue Wracks gefunden. Das Forschungsschiff "Gauß“ leistete
mit 19 Reisen in die Nord- und Ostsee Beiträge zu naturwissenschaftli
chen Untersuchungen, Baumusterprüfungen und Geräteerprobungen.
Das Forschungsschiff "Meteor", gemeinsam mit der Deutschen Forschungs
gemeinschaft genutzt, nahm am BIOMASS*-Programm der Antarktis-Expedi
tion teil und führte drei Forschungsfahrten aus.
*BI0MASS Biological Investigations of Marine Systems and Stocks