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Full text: Jahresbericht 1981

Meereskunde 
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faulte Klärschlamm der Freien und Hansestadt Hamburg seit April 1981 
nicht mehr ln die Nordsee eingebracht werden darf. 
Es wurden mehrere Kontrollfährten auf Schiffen, die Abfallstoffe direkt 
ln die Hohe See einleiten, und auf Spezialschiffen, die Abfallstoffe 
verbrennen, durchgeführt, um die Einhaltung der Auflagen und Bedingun 
gen ln den erteilten Erlaubnissen zu überwachen. Die Angaben der Er 
laubnisinhaber zur Zusammensetzung der Abfallstoffe wurden überprüft, 
ebenso wurden monatliche Reiseberichte der Erlaubnlslnhaber anhand von 
Informationen, die von unabhängigen Stellen dem DHI zugingen, kontrol 
liert. 
In internationalen Arbeitsgruppen (Oslo-, London- und Paris-Überein 
kommen, EG) wurden weitere Regeln für die Einbringung und Verbrennung 
von AbfallstQffen auf der Hohen See entwickelt und Maßnahmen zur Redu 
zierung umweltgefährdender Stoffe beraten. 
Weiterhin wurde zur Reinhaltung des Meeres ln nationalen Arbeitsgruppen 
des Bundes und der Länder mitgewirkt. 
2.2.4.2 Meßsysteme und -methoden, Meßnetz 
Die Arbeiten an dem automatischen Datenerfassungs- und -aufZeichnungs 
system auf FS "Gauß" wurden fortgeführt. So Ist es jetzt möglich, ozea- 
nographlsche und meteorologische Daten der bordfesten Meßeinrichtungen 
und Navigationsdaten mit wählbarem Abfragezyklus lm Dauerbetrieb auf 
Magnetbandkassette zu speichern und in Listenform auszudrucken. Die Meß 
einrichtungen selbst, wie z. B. das System DIGIREG zur Messung von Tem 
peratur und elektrischer Leitfähigkeit des Oberflächenwassers und 
DIGITEFRIMET zur Erfassung meteorologischer Parameter, wurden verbes 
sert und anhand des vorliegenden Datenmaterials und unabhängiger Ver 
gleichsmessungen kalibriert. 
Für das Vermischungsexperlment in der Nordsee wurde das Bordfeste Daten 
erfassungssystem mit einem weiteren rechnergesteuerten System zusammen 
geschaltet, das aus Daten von ausgelegten Strommessern im Ausbreitungs 
gebiet des Rhodaminflecks die Geschwindigkeit des Wasserkörpers relativ 
zum Meeresboden berechnet. Aus diesen Geschwindigkeitswerten und den Na 
vigationsdaten der bordfesten Datenerfassungsanlage konnte dann im On- 
line-Betrieb die Kurslinie des Schiffes - bezogen auf den Wasserkörper - 
ermittelt und auf einem Plotter dargestellt werden. Hierdurch wurde eine 
erhebliche Verbesserung der Vermessungsstrategie für den Farbfleck er 
reicht. 
Der Versuchsbetrieb der im April 1980 ausgelegten Nordseeboje NSB II 
wurde fortgesetzt. Während sich die Boje als Geräteträger und die Zwei 
punkt Verankerung auch bei extrem ungünstigen Wetterlagen bewährten, tra 
ten im Sende- und Datenverarbeitungsteil immer wieder Störungen auf, de 
ren Behebung wegen der langen Anfahrtswege zeitraubend und stark wetter- 
abhängig ist. Hinzu kamen durch Inbetriebnahme eines neuen Rechenzen 
trums Probleme bei dem European Space Operation Centre (ES0C). Brauchba
	        
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