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Volltext: Jahresbericht 1981

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36. Jahresber. Pt. Hydiogr. Inst. 1981 
2.2.3.3 Sedimentgeologie 
Herstellung einer Karte der Sedimentverteilung in der Deutschen Bucht: 
Im November erschien die "Karte des Seegrundes in der Deutschen Bucht" 
(Karte Nr. 2900 des DHI). In dieser Karte mit dem Maßstab 1 : 250 000 
Ist die Korngrößenverteilung der Sedimente der obersten (10 cm) Boden 
schicht dargestellt. Als Grundlagen dienten etwa 30 000 Bodenproben, 
10 000 Unterwasserfotografien, Sedimentechogramme von Profilen mit einer 
Gesamtlänge von etwa 2000 sm und zahlreiche Aufnahmen mit einem Side- 
Scan-Sonar. 
Die Karte enthält gegenüber konventionellen Kartierungen erheblich mehr 
Informationen, z. B. ist der Silt- und Tongehalt besonders hetvorgeho- 
ben. Dies kommt nicht nur dem biologisch interessierten Kartenbenutzer, 
sondern auch der Überwachung der Verschmutzung des Meeresbodens entge 
gen; denn es ist bekannt, daß die Adsorptionsfähigkeit der Sedimente für 
Schadstoffe vom Gehalt der feinkörnigen Fraktion abhängig ist. Die Karte 
wird durch ein Begleitheft ergänzt. 
Bestimmung der Schichtdicke leicht beweglicher Lockersedimente in der 
Deutschen Bucht: 
In der Karte der SedimentVerteilung wurden nur die obersten 10 cm des 
Meeresbodens erfaßt. Zur Abschätzung von Materialversatzmengen und Umla 
gerungsraten ist es jedoch erforderlich, zusätzlich die Mächtigkeit der 
leicht beweglichen LockerSedimente mit einem Sedimentechographen zu mes 
sen. 
Diese Messungen begannen bereits vor mehreren Jahren in einem sehr grob 
maschigen Meßnetz in der Deutschen Bucht. 1981 wurde das Untersuchungs 
gebiet auf andere Bereiche des deutschen Festlandsockels ausgedehnt. Au 
ßerdem wurde das vorhandene Ptofilnetz aufgrund der bisherigen Ergebnis 
se verdichtet, wobei ein Kompromiß zwischen Genauigkeit der Aufnahme und 
und Meßaufwand gefunden werden mußte. 
Zur Interpretation der sedimentechographischen Messungen wurden Bohrker 
ne von 3 m Länge mit einem Vibrationskerngerät genommen. Hierbei fand 
eine enge Zusammenarbeit mit dem Niedersächsischen Landesamt für Boden 
forschung statt, das in einem speziellen Forschungsprogramm die Bohrker 
ne stratigraphisch und sedimentologisch untersuchte, was der Erforschung 
der jüngeren geologischen Geschichte der Nordsee diente. 
Überwachung des Meeresbodens der Nord- und Ostsee auf das Vorkommen von 
Schadstoffen: 
Die im Oktober 1980 an 22 Stationen der westlichen Ostsee genommenen Se 
dimentproben wurden auf Quecksilber, Kadmium, Kupfer, Blei, Zink, Eisen, 
Mangan und Phosphor untersucht. 
20 der 22 Stationen sind mit den im Jahr 1976 bearbeiteten Stationen 
Identisch. Die Ergebnisse unterscheiden sich kaum von denen des Jahres
	        
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