Meereskunde
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Überwachung des Meerwassers auf Schwermetalle:
Die Messung der Konzentrationen von Cadmium, Kupfer, Eisen, Mangan und
Nickel im Meerwasser durch elektrothermische Atomabsprptionsspektrome-
trie bildeten auch 1981 einen Schwerpunkt der Untersuchungen. Gleiche
Bedeutung erlangte die Bestimmung von anorganisch-reaktivem und orga
nisch gebundenem Quecksilber im Meerwasser. Hierfür wurde im Juli eine
Reise mit FS "Gauß" in die Deutsche Bucht unternommen. Außerdem wurden
im April Untersuchungen auf der Forschungsplattform "Nordsee" ausge
führt.
Während der "Gauß"-Fahrt konnte erstmals eine umfangreiche Aufnahme der
gesamten Deutschen Bucht im Hinblick auf Quecksilber vorgenommen werden.
Die Entnahme von Proben erfolgte auf 24 Stationen in jeweils mehreren
Wassertiefen. Bei einigen Stationen wurden gefilterte und ungefilterte
Wasserproben untersucht. Die gefundenen Konzentrationen für anorganisch
reaktives und organisch gebundenes Quecksilber lassen Schlüsse auf eine
unterschiedliche Belastung der Deutschen Bucht mit dem schädlichen
Schwermetall Quecksilber zu.
Neuartige, leicht transportable "Clean Benches" (reine Arbeitsplätze mit
extrem staubarmer und turbulenzfreier Luft) für die Abfüllung, Filtra
tion und Weiterverarbeitung der Wasserproben kamen auf FS "Gauß” erst
mals zum Einsatz. Außerdem konnte ein neuer Typ von Wasserschöpfern ent
wickelt werden, der die Gefahren der Kontamination weiter verringert und
der besonders für die Entnahme von Wasserproben bis zu einer Wassertiefe
von etwa 100 m geeignet ist. Der Schöpfer geht geschlossen durch die
Meeresoberfläche und wird in der vorbestimmten Tiefe durch ein Fallge
wicht geöffnet. Durch seine enge Einlaßöffnung erfolgt beim Hieven kein
nennenswerter Wasseraustausch. Die Abbildung 12 zeigt den Schöpfer im
Einsatz auf FS "Gauß”.
Abb. 12: Spezialwasserschöpfer